Warum Eugenie Kontakt zu Andrew abgebrochen haben soll und Beatrice nicht

Prinzessin Eugenie mit weißem Mantel und Hut mit Netzschleier lächelt und winkt, in der anderen Hand hält sie eine beigefarbene Tasche.
Die inzwischen verstorbene US-Amerikanerin Giuffre hatte Andrew vorgeworfen, sie mehrfach sexuell missbraucht zu haben.

Im vergangenen Jahr war wegen der Situation ihres Vater viel über die Teilnahme von Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie am royalen Weihnachtsfest in Sandringham spekuliert worden. Dass beide zum Gottesdienst kommen, war einigen britischen Medien eine Eilmeldung wert. Anders als ihr Vater Andrew Mountbatten Windsor haben die beiden Frauen allerdings auch nicht ihre Titel verloren.

Andrew entschuldigt sich nicht

Wie es um die Beziehung der Prinzessinnen zu Andrew steht, ist unklar. "Beatrice versucht, einen Mittelweg zu finden, um den Kontakt zu ihrem Vater nicht abzubrechen und dennoch der königlichen Familie nahe zu bleiben. Derzeit stehen sie nicht in regelmäßigem und engem Kontakt, aber Eugenie versucht nicht, diesen Mittelweg zu gehen. Sie spricht nicht mit ihm", sagte eine namentlich nicht genannte Quelle gegenüber der Mail on Sunday. Ein Grund soll sein, dass sich Andrew nie bei Epsteins Opfern entschuldigt hat. Eugenie setzt sich selbst seit Jahren gegen Menschenhandel ein.

Die inzwischen verstorbene US-Amerikanerin Virginia Giuffre hatte Andrew vorgeworfen, sie mehrfach sexuell missbraucht zu haben, unter anderem als Minderjährige im Jahr 2001 in London. Sie sei damals im Schlepptau von US-Multimillionär Jeffrey Epstein nach Großbritannien gebracht und zum Sex mit Andrew gezwungen worden, so der Vorwurf. Ein mittlerweile berüchtigtes Foto zeigt die beiden angeblich im Londoner Haus von Epstein-Gehilfin Ghislaine Maxwell, wo der Missbrauch stattgefunden haben soll.

Andrew stritt die Vorwürfe stets ab. Eine Zivilklage Giuffres in den USA endete jedoch in einem angeblich millionenschweren Vergleich. Wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in den Epstein-Skandal musste Andrew seine königlichen Ämter und Privilegien abgeben, behielt jedoch rein rechtlich seinen Platz in der Thronfolge.

Andrew verlor im Laufe der Zeit durch die Vorwürfe sowohl seine Rolle als offizieller Vertreter des Königshauses als auch alle Ehren, militärische Ränge und Titel. Zuletzt wurden ihm von König Charles auch der durch Geburt erworbene Titel Prinz aberkannt. Zudem muss er aus dem luxuriösen Anwesen Royal Lodge auf dem Gelände von Schloss Windsor ausziehen.

Der ebenfalls verstorbene Epstein, mit dem Andrew lange Jahre eine enge Freundschaft pflegte, hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen. Epstein galt als hervorragend vernetzt und verkehrte in höchsten Kreisen.

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