Ex-Prinz Andrew: Neues Zuhause mit unangenehmen "Mitbewohnern"?

König Charles III. spricht mit Ex-Prinz Andrew, beide in dunklen Anzügen, bei einer Veranstaltung.
Andrew soll vertragsgerecht angekündigt haben, seine aktuelle Immobilie zum 30. Oktober 2026 zurückzugeben.

Der im Epstein-Skandal zum Bürger degradierte britische Ex-Prinz Andrew wird voraussichtlich keine Entschädigung für den Auszug aus seinem Luxusanwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor erhalten. Das ging im vergangenen Jahr aus einer Antwort des die Immobilien verwaltenden "Crown Estate" an den Parlamentsausschuss für öffentliche Haushaltsführung hervor. Den Auszug hatte König Charles III. angeordnet.

Theoretisch stünden Andrew Mountbatten Windsor, dem wegen seiner Nähe zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein alle Titel und Ehren entzogen worden waren, rund 488.000 Pfund (umgerechnet rund 555.000 Euro) zu, weil er vor Ablauf seines insgesamt 75 Jahre gültigen Mietvertrages ausziehen muss. Das Luxusanwesen, die Royal Lodge, sei aber baufällig und reparaturbedürftig, so dass dem Ex-Prinzen "aller Wahrscheinlichkeit nach" keine Entschädigung zustehen werde, teilte der "Crown Estate" mit.

Andrew hatte das Anwesen für einen "Pfefferkorn" Miete übernommen - er zahlte keine Miete. Allerdings hatte er zu Beginn des Vertrages im Jahr 2003 etwa 8,5 Millionen Pfund (9,7 Millionen Euro) für Renovierungsarbeiten gezahlt. Theoretisch würde er davon wegen des vorzeitigen Auszugs anteilig etwas zurückbekommen, wäre die Immobilie in einem einwandfreien Zustand. Andrew hat den Angaben zufolge vertragsgerecht angekündigt, die Immobilie zum 30. Oktober 2026 zurückzugeben. Gerechnet wurde mit einem Auszug aber schon kurz nach Weihnachten. Er wird in ein Anwesen in Sandringham/Norfolk ziehen. Dass er für die Royal Lodge keinerlei Miete zahlen musste, hatte öffentliche Empörung ausgelöst und Fragen zum "Crown Estate" aufgeworfen. Ob Andrew bereits umgezogen ist, ist nicht bekannt.

Unliebsame Nager auf Andrews neuem Grundstück?

Auf seinem neuen Grundstück wurden laut der britischen Nachrichtenplattform Express.co.uk kürzlich Schädlingsbekämpfungsfahrzeuge gesichtet. Warum sei unklar. Es gebe aber Gerüchte, wonach Mäuse der Grund sein könnten, heißt es. Auch über Maulwurfhügel wird in dem Bericht spekuliert. Befürchtet werde, dass ein gröberes Problem vorliegen könnte. Es werde jedoch nicht davon ausgegangen, dass es sich um Rattenbefall handeln könnte.

Beim "Crown Estate" handelt es sich um ein Portfolio an Immobilien, Nutzungsrechten und landwirtschaftlichen Flächen, das formal dem britischen Monarchen gehört, aber unabhängig verwaltet wird. Die Einnahmen fließen zu großen Teilen in die Staatskasse. 

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