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Waldbrände in Europa: Albert und Charlène unterbrechen Sommerferien für dringenden Appell

Das Thema Umweltschutz liegt Fürst Albert II. am Herzen. Seit seinem Amtsantritt setzt er sich stark für die Umwelt ein, was ihm den Ruf als „grüner Fürst“ einbrachte.
MONACO-RED CROSS-GALA-CHARITY

Nach monatelanger Trockenheit und Dürre wüten in ganz Europa Waldbrände. Derzeit ist vor allem der Südwesten Europas betroffen. In Portugal, Spanien, Griechenland und Frankreich wüten die Feuer besonders schlimm. Auf der griechischen Insel Pharos wurden mehrere Dörfer evakuiert. In Madrid spricht man von der „schlimmsten“ Katastrophe in der Geschichte der Region, auch hier mussten Menschen ihre Häuser verlassen. Im Südwesten Frankreichs bedrohen die Brände zunehmend die Tourismussaison rund um Bordeaux. 

Die Regierung rief Urlauber auf, vorerst nicht in die Gironde zu reisen. Der Präsident der regionalen Industrie- und Handelskammer teilte dem Sender BFM TV mit, der Tourismus sei bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Bislang wurden rund 220.000 Menschen evakuiert.

Die Situation lässt auch das Fürstenhaus von Monaco nicht unberührt. Fürst Albert und Fürstin Charlène befinden sich derzeit in den Sommerferien mit ihren Kindern. Ihre Sommerpause haben sie nun allerdings unterbrochen, um angesichts der verheerenden Waldbrände in Europa einen dringenden Appell zu veröffentlichen. 

Albert und Charlène: „Unsere Gedanken sind bei den trauernden Familien“

„Während verheerende Waldbrände weite Teile der Welt, darunter Frankreich, Spanien und Großbritannien, heimsuchen, schließen sich Fürstin Charlène und ich dem tief empfundenen Mitgefühl für alle Betroffenen an“, schreibt Fürst Albert II. von Monaco in einem offiziellen Statement auf Instagram. „Unsere Gedanken sind bei den trauernden Familien, denjenigen, die ihre Häuser verlassen mussten, und allen Gemeinden, die sich mobilisiert haben, um diese Krise zu bewältigen“, fügte Albert hinzu.

Feuersturm über Europa

Allein in Monacos Nachbarland Frankreich ist die Lage verheerend. Ein von Waldbränden erzeugter Feuersturm, der eine glühend heiße Wolke mit eigenem Wetter hervorbringt: Das Pyrocumulonimbus genannte Phänomen ist der Feuerwehr zufolge nun zum ersten Mal überhaupt in Frankreich aufgetreten - bei den verheerenden Waldbränden im Südwesten des Landes. Die auch als Cumulonimbus flammagenitus bezeichnete Wolke entsteht, wenn sich bodennahe Luft so stark erhitzt, dass sie schnell zusammen mit Rauch, Wasserdampf und Asche aufsteigt.

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Dies geht oft mehrere Kilometer hoch bis in die Stratosphäre. Dort trifft das Gemisch auf kühlere Luftmassen und erzeugt ein eigenes Wettersystem mit starken Winden, die das Feuer weiter anheizen. Oft schießen sogar Blitze aus der Wolke zu Boden und es entsteht ein grollendes Geräusch. Die feuerspeienden Drachen, wie sie die NASA bezeichnet, wurden bisher hauptsächlich bei Vulkanausbrüchen und riesigen Bränden in Australien und Kanada beobachtet. Während das Phänomen dort immer wieder auftritt, ist es in Frankreich „beispiellos“, sagt Feuerwehrsprecher Eric Brocardi.

Winde wechseln ständig die Richtung

Löschen oder unter Kontrolle bringen lässt sich der Feuersturm meistens nicht, unter anderem, weil die Winde ständig die Richtung wechseln, erklärt Brocardi. „Die Folge ist, dass es sich in alle Richtungen ausbreitet und mehrere Feuerfronten bildet, was die Lage völlig unberechenbar macht.“ Brocardi zufolge gibt es dann nur zwei Auswege. Entweder es kommt Regen auf, „wobei es drei Tage lang heftig schütten müsste“. Oder „wir finden einen Weg, das Feuer an einen Ort zu lenken, an dem es von selbst erlischt - zum Beispiel am Meer“.

Bei der Feuerwolke im Südwesten Frankreichs könnten sich die Feuerwehrleute nur noch zurückziehen, führt Brocardi aus. „Wir müssen anerkennen, dass sich diese Naturgewalt unserer Kontrolle entzieht. Es ist ein kriegsähnliches Szenario, bei dem wir ständig unter Beschuss sind und uns alle in Sicherheit bringen müssen.“ Dann helfe nur „Stoizismus“, erklärt Brocardi. Außerdem könne die Feuerwehr neben der direkten Brandbekämpfung viel tun - zum Beispiel strategisch wichtige Punkte verteidigen und Tiere vor den Flammen in Sicherheit bringen.

Albert: „Umweltschutz ist dringende Angelegenheit“

Im Fürstenhaus von Monaco zeigt man sich für den unermüdlichen Einsatz dankbar. 

„Wir würdigen den außerordentlichen Mut der Feuerwehrleute, Rettungskräfte und all jener, die unermüdlich im Einsatz sind, um Menschen zu schützen und bedrohte Gebiete zu bewahren“, schreibt Albert, der die Auswirkungen auf die Umwelt betont: „Diese Brände gefährden auch wertvolle Naturräume und die fragile Artenvielfalt. Sie sind zum Teil eine Folge der massiven Klimaveränderungen und erfordern jetzt mehr denn je mutige Maßnahmen. Der Schutz unserer Umwelt ist eine dringende Angelegenheit, die uns alle vereinen muss. In diesen schweren Zeiten stehen wir solidarisch an der Seite aller Betroffenen.“

Das Thema Umweltschutz liegt dem monegassischen Fürsten am Herzen. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2005 setzt er sich stark für die Umwelt ein, was Albert den Ruf als „grüner Fürst“ einbrachte.

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