Luxus-U-Haft von Marius Borg Høiby: Polizei hilft beim Grillen
Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby ist kein freier Mann mehr: seit dem 14. Juli sitzt der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit unter Hausarrest, muss seine Untersuchungshaft auf dem Gelände von Schloss Skaugum verbringen, wo er in einem eigenen Haus wohnt. Das bedeutet: Der 29-Jährige darf das Gelände nicht verlassen. Tut er es doch, schlägt angeblich ein von der Polizei errichteter elektrischer Zaun rund um das Anwesen sofort Alarm.
Doch Høiby genießt während seines Hausarrests zahlreiche Privilegien, wie die norwegische Zeitung Se og Hør berichtet.
Polizei hilft beim Aufbauen von Griller
Es stimmt zwar, dass Høiby das Gelände nicht verlassen darf, doch umgekehrt darf er sehr wohl Besuch empfangen – was er auch reichlich tat: Laut dem Zeitungsbericht hat Høiby die Zeit seit seiner Rückkehr offenbar mit mehreren Grillpartys und musikalischen Abenden mit Freunden verbracht. Die Atmosphäre soll ausgelassen gewesen sein. Ein kurioser Moment, der für Schlagzeilen sorgte: Polizeibeamte halfen angeblich dabei, einen Grill zusammenzubauen, nachdem Høiby selbst daran gescheitert war.
Auch an Bewegungsfreiheit mangelt es dem 29-Jährigen trotz Hausarrest nicht, da der elektrische Zaun sehr großzügig angelegt wurde. So hat Høiby laut Se og Hør die Möglichkeit, den Schlosspark zu nutzen, im privaten Pool zu schwimmen und seine Mutter Mette-Marit im Hauptgebäude zu besuchen.
Doch der Hausarrest geht auch mit klaren Regeln einher. Høiby darf keinen Alkohol konsumieren, muss an einem Präventionsprogramm teilnehmen und sich auf unangekündigte Polizeikontrollen einstellen.
Experte: „Jeder Tag auf Skaugum ist ein Tag weniger im Gefängnis“
Rechtlich gesehen wird die Zeit, die Høiby seit Februar in Untersuchungshaft verbringt – also auch jene auf Gut Skaugum – auf seine Haftstrafe angerechnet. „Jeder Tag auf Skaugum ist ein Tag weniger im Gefängnis. Rein juristisch gesehen ist er ja immer noch in Haft, aber natürlich wirkt diese Form von Haft sehr privilegiert“, erklärte Jonas Jørstad, Rechtsexperte von Se og Hør, die Situation.
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