Arzt warnt: Mette-Marits Leben wird nach Transplantation nie wieder wie früher
Kronprinzessin Mette-Marit wartet auf eine Lungentransplantation
Gute Nachrichten für das norwegische Königshaus - Kronprinzessin Mette-Marit konnte nach ihrer Lungentransplantation das Krankenhaus verlassen. Der Gesundheitszustand der 52-Jährigen sei den Umständen entsprechend gut, teilte das Königshaus am Dienstag mit - rund vier Wochen nach der Operation.
Arzt: „Kritischste Phase direkt nach Transplantation“
Ihr Mann, Kronprinz Haakon, zeigte sich erleichtert. Er wisse, dass die Genesung noch lange dauern werde, aber es sei ein sehr gutes Gefühl, so weit gekommen zu sein, erklärte er.
Mette-Marit, die an einer schweren Lungenfibrose litt, wurde seit Monaten auf eine mögliche Lungentransplantation vorbereitet. Bei einer Lungenfibrose bilden sich Narben im Lungengewebe, was unter anderem Atemnot verursachen kann.
Bei all der Freude über die gut verlaufene Operation wird Mette-Marit aber auch in Zukunft Abstriche machen müssen. Der schwedische Oberarzt Jesper Magnusson, medizinischer Leiter für Lungentransplantationen am Sahlgrenska-Universitätskrankenhaus in Göteborg, stellt gegenüber „TV 2“ klar, dass vor allem im ersten Jahr nach der Transplantation ein hohes Risiko von akuten Abstoßungsreaktionen bestehe.
Mette-Marit werde auf die Einnahme von immununterdrückenden Medikamenten angewiesen sein. Da diese jedoch die Abwehrkräfte schwächen und die Infektionsgefahr drastisch erhöhen, wird sie sehr auf sich aufpassen müssen.
„Das Ziel ist, dass die Patienten ein weitaus besseres Leben führen als zu der Zeit, als sie unter der Lungenerkrankung litten. Doch das Leben wird nie mehr so sein wie vor der Krankheit“, erklärte der Mediziner. „Die kritischste Phase liegt direkt nach der Transplantation, aber es kann auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch viel passieren.“
Laut dem Lungenspezialisten Olav Kåre Refvem ist für den Heilungsprozess zudem ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer spezialisierten Reha-Einrichtung üblich.
Der Chef der Lungenabteilung im Rikshospitalet, Are Holm, teilte mit, Mette-Marit werde im nächsten halben Jahr ein Training absolvieren und engmaschig betreut, um mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen und Infektionen früh zu erkennen. Im Normalfall dauere es oft etwa ein Jahr, bis sich der Zustand stabilisiere. Nach Angaben des Königshauses soll Mette-Marit während der Rehabilitationszeit keine offiziellen Termine wahrnehmen.
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