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Neue Studie: Britische Royals so unbeliebt wie schon lange nicht mehr

Laut den Ergebnissen ist der Anteil der Britinnen und Briten, die weiterhin eine Monarchie befürworten, in den letzten drei Jahren um 11 Prozentpunkte gefallen.
König Charles, Königin Camilla, Prinz William, Prinzessin Kate und ihre Kinder George, Charlotte und Louis winken vom Balkon des Buckingham-Palasts.

Die öffentliche Unterstützung für die britische Monarchie hat laut einer neuen Umfrage einen Tiefpunkt erreicht, der seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr beobachtet wurde. Insbesondere die jüngeren Generationen, darunter die Gen Z, Millennials und Gen X, zeigen eine zunehmende Distanz zur Institution, die einst als unerschütterlicher Eckpfeiler der britischen Identität galt. Das berichtet die britische Daily Mail.

Laut den Ergebnissen einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos ist der Anteil der Britinnen und Briten, die weiterhin eine Monarchie befürworten, in den letzten drei Jahren um 11 Prozentpunkte gefallen. Damit sprechen sich nur noch etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung für die Beibehaltung der Monarchie aus – ein historischer Tiefstand in den 33 Jahren, in denen Ipsos Umfragen zu diesem Thema durchführt, so die Daily Mail.

Britische Monarchie in der Krise

Die Unterstützung für die Royals hat in der Vergangenheit zahlreiche Schwankungen erlebt. 1993, ein Jahr nach dem von Queen Elizabeth II. als "annus horribilis" bezeichneten Jahr, lag die Zustimmung zur Monarchie noch bei 69 Prozent. Damals war die Königin mit der Scheidung dreier ihrer Kinder und einem verheerenden Brand im Windsor Castle konfrontiert.

In Zeiten, in denen es mehr zu feiern gab, wie während des Diamantenen Thronjubiläums der Queen im Jahr 2012, erreichte die Zustimmung beeindruckende 80 Prozent. Doch seitdem hat der Glanz merklich nachgelassen, will die Daily Mail wissen. Bis 2022, dem Todesjahr der Queen, war die Zustimmung bereits auf 60 Prozent gesunken.

Auch nach der Thronbesteigung von König Charles III. scheint die Monarchie keinen Aufschwung zu erleben. Stattdessen sieht sich die Institution mit einer Reihe von Kontroversen konfrontiert, darunter der öffentliche Streit zwischen Prinz Harry und Prinz William sowie die Skandale um Ex-Prinz Andrew, der aufgrund seiner Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seine königlichen Titel verlor.

Junge Generationen kehren der Monarchie den Rücken

Besonders unter jungen Erwachsenen zeigt sich ein massiver Rückgang der Unterstützung. Während 2013 noch 74 Prozent der 18- bis 34-Jährigen die Monarchie befürworteten, liegt diese Zahl mittlerweile bei lediglich 33 Prozent. Auch bei der Generation der 35- bis 54-Jährigen ist die Zustimmung gesunken, wenngleich sie mit über 50 Prozent noch vergleichsweise hoch bleibt. Die größte Unterstützung erfährt die Monarchie weiterhin bei den Über-55-Jährigen, von denen 74 Prozent die Institution befürworten.

Insgesamt glauben nur noch sechs von zehn Befragten, dass die Monarchie eine wichtige Rolle für die Zukunft Großbritanniens spielt. Fast ein Drittel (27 Prozent) bevorzugt mittlerweile die Idee einer Republik.

Persönliche Beliebtheitswerte: William von 71 Prozent befürwortet

Trotz der allgemeinen Kritik an der Monarchie genießen einzelne Mitglieder der Königsfamilie nach wie vor hohe Beliebtheitswerte. Hier zeigt sich also ein etwas anderes Bild: Laut der Umfrage sind 60 Prozent der Befragten mit der bisherigen Amtsführung von König Charles III. zufrieden, so die Daily Mail. Noch besser schneidet Thronfolger Prinz William ab, den 71 Prozent der Befragten positiv bewerten.

Die Daily Mail zitierte Gideon Skinner, Senior Director für politische Forschung bei Ipsos, der die Ergebnisse mit deutlichen Worten kommentierte: "Ipsos' neueste Forschung zu den öffentlichen Einstellungen gegenüber der Monarchie zeigt einen anhaltenden Trend, den die königliche Familie nicht ignorieren sollte." Und weiter: "Die Monarchie hat immer noch ihre Stärken, und König Charles und vor allem Prinz William bleiben persönlich beliebt – mit Zufriedenheitswerten, von denen die meisten Politiker nur träumen können. Aber um diesen Trend umzukehren, wird es notwendig sein, insbesondere die junge Generation davon zu überzeugen, dass die Monarchie auch in Zukunft eine wichtige und relevante Rolle spielen kann."

Die Umfrage wurde im März 2026 unter 1.062 Erwachsenen durchgeführt. Es handelt sich dabei also nicht um eine große Umfrage, weshalb die Ergebnisse zwar interessant sind, aber gleichzeitig mit Vorsicht zu genießen sind. 

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