Royals in der Krise: Wer jetzt wirklich die Fäden zieht

Die Zukunft der Monarchie hängt vor allem von einer Person ab - und es ist nicht primär William.
Prinz William und Prinzessin Kate

Prinz Harrys und Herzogin Meghans Bruch mit dem Königshaus, Kates und Charles' Krebserkrankung und der Skandal um Andrew Mountbatten-Windsor und seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein - die britische Monarchie sieht sich bereits seit Jahren mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die britische Presse spricht von einer der schwierigsten Phasen in der modernen Geschichte des britischen Königshauses. 

Zukunft der Monarchie in Williams und Kates Händen

"Der König und die Königin haben mit Unterstützung des Prinzen und der Prinzessin von Wales versucht, das Schiff so gut wie möglich zu stabilisieren", schreibt das Hello!-Magazin. 

Doch nun liege es vor allem an William und Kate als Vertreter einer neuen Generation, es sicher in die Zukunft zu steuern. Dabei spielt Adelsexperten zufolge vor allem Kate als starke Frau hinter dem zukünftigen König eine entscheidende Rolle. 

Williams Vision für eine moderne Monarchie

Prinz William und Kate machen schon jetzt viele Dinge anders, als man es von der verstorbenen Queen Elizabeth II. und Charles III. bisher gewohnt war. William hatte 2022 seine Zukunftspläne für seine Rolle innerhalb der Monarchie bekanntgegeben: Er würde seine royalen Pflichten gerne mit einem "kleinen R" angehen - mit dem Ziel, mehr Einfühlungsvermögen zu vermitteln und den Prunk durch persönlichere Projekte abzumildern.

König Charles' älterer Sohn möchte seine königlichen Pflichten für seine Generation neu definieren, mit Fokus auf Empathie und Nahbarkeit. Eine weitere Verkleinerung der Monarchie ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Der britische Adelskommentator und Autor Richard Eden glaubt, dass William als König in Sachen "weniger Personal" in Charles' Fußstapfen treten werde.

"Wenn die älteren Mitglieder der Familie in den Ruhestand gehen, wird Seine Königliche Hoheit niemanden mehr einladen, in den königlichen Dienst zu treten", zitierte Eden in einem Artikel für die Boulevardzeitung Daily Mail eine namentlich nicht genannte Quelle aus Williams Umfeld. "Es bleibt abzuwarten, ob er überhaupt möchte, dass seine beiden jüngeren Kinder arbeitende Royals werden", hieß es darin weiter. William sehe "die kleinen europäischen Monarchien als Modell für die Zukunft".

Prinzessin Kates wichtige Rolle innerhalb Royal Family

Um für einen dauerhaften Wandel zu sorgen, sei der Prinz of Wales mehr denn je auf die Unterstützung seiner Ehefrau angewiesen - vor allem nachdem der Skandal um seinen Onkel Andrew den Druck auf die Monarchie drastisch erhöht hat. 

Die veröffentlichten Epstein-Akten ließen Fragen darüber laut werden, wie viel der Palast über Andrews Verstrickungen in die Machenschaften des verurteilten Sexualstraftäters gewusst hat - und warum Charles so lange damit gezögert hat, drastischere Maßnahmen gegen seinen Bruder einzuleiten.

Hello! will über palastinterne Quellen in Erfahrung gebracht haben, dass sich William ernsthafte Sorgen darüber mache, wie sich die Aufregung um Andrew auf die Monarchie auswirken könnte. 

Und hier kommt Kate ins Spiel, die mit ihrer Beliebtheit beim britischen Volk dem Thronfolger in dieser herausfordernden Zeit Hoffnung gebe. 

Unerwartete Beziehungsdynamik

"Sie ist im Grunde der Kitt, der alles zusammenhält", stellt Robert Jobson, Autor von "Catherine, the Princess of Wales", fest. "Sie versteht, wie die Welt funktioniert. Sie ist eine Frau aus dem Volk und weiß tatsächlich, was die Menschen von ihr erwarten."

Dass Kate "für den Fortbestand der Monarchie von entscheidender Bedeutung" sei und die Zukunftsvision ihres Mannes wirklich verstehe, betont auch Adelsexperte Russell Myers im Gespräch mit Hello!. "Sie stimmt mit William in der Frage um Andrew überein und ist der Überzeugung, dass dessen weitere Verbindung der Monarchie sehr, sehr geschadet hätte."

Obwohl es in erster Linie ihre herzliche Art war, die der ehemaligen Bürgerlichen Kate Middleton über die Jahre hinweg weltweite Beliebtheit eingebracht hat, wird die Princess of Wales hinter den Palastmauern vor allem für ihre stille Stärke geschätzt. Diese Eigenschaft könnte sich als Schlüssel zum Erhalt der Monarchie erweisen, sind sich die Adelsexperten unisono sicher. 

Auch in ihrer Ehe gilt Kate als der Fels in der Brandung. "Ihre Beziehung hat ein solides Fundament, und was ich festgestellt habe – und das wird manche überraschen – ist, wie sehr William sich auf sie verlässt", verrät Russell Myers. "Nicht nur beruflich – sie haben ein gutes Arbeitsverhältnis und arbeiten oft zusammen – sondern auch persönlich und emotional."

Das stabile und liebevolle Familienleben, das ihm mit Kate möglich ist, sei zudem eine starke Stütze für Williams zunehmend anspruchsvolle Rolle in der Öffentlichkeit. Laut ihren Vertrauten besitze Kate ein gutes Gespür für die richtigen Entscheidungen und gäbe kluge Ratschläge. 

Myers zufolge sei Kate "während ihrer Krebsdiagnose und -behandlung von beiden die wohl Stärkere gewesen". Das sage viel über ihre Partnerschaft aus, "und das wird ihnen sehr zugutekommen".

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