Epstein-Files: Immer mehr Konsequenzen für Prinzessin Eugenie

Nach dem Ausschluss aus dem Pferderennen in Ascot muss Eugenie den nächsten Tiefschlag verdauen.
Prinzessin Eugenie mit weißem Hut und Schleier winkt freundlich.

Ihr Vater Andrew Mountbatten-Windsor hat aufgrund der engen Verstrickung mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bereits – unter anderem – sämtliche royale Titel sowie sein Zuhause verloren (von seiner Würde ganz zu schweigen), doch seit kurzem sieht es so aus, als ob auch seine Tochter Eugenie mit immer mehr Konsequenzen im Zuge der Epstein-Files leben muss.

Die Prinzessin wurde nun nämlich von der bedeutenden britischen Menschenrechtsorganisation "Anti-Slavery International" vor die Tür gesetzt. Das berichtet The Sun.

NGO setzt Schirmherrin Eugenie vor die Tür

Die NGO – ihres Zeichens die älteste Menschenrechtsorganisation der Welt – setzt sich weltweit gegen moderne Sklaverei ein. Eugenie war der Organisation 2019 beigetreten, seit 2021 war sie Schirmherrin. Ihre Tätigkeit ist nicht ganz zufällig, immerhin setzt sich die königliche Familie seit langem für ein stärkeres Bewusstsein für moderne Sklaverei und Opfer von Menschenhandel ein. Eugenie liegt dieses Thema besonders am Herzen, sie gründete zudem noch eine weitere, eigene gemeinnützige Organisation.

In einer öffentlichen Aussendung erklärte "Anti-Slavery International" nun: "Nach sieben Jahren ist unsere Patronage durch HRH Princess Eugenie of York beendet. Wir danken der Prinzessin sehr für ihre Unterstützung von "Anti-Slavery International". Wir hoffen, dass sie sich weiterhin dafür einsetzt, die Sklaverei endgültig zu beenden und allen Menschen Freiheit zu bringen."

Gründe für die Zusammenarbeit wurden nicht genannt. Zum einen könnte die Entscheidung in Zusammenhang mit einer Neuausrichtung der Organisation stehen. Experten vermuten dass Wohltätigkeitsorganisationen zunehmend darauf abzielen, ihre Arbeit unabhängig von prominenten Persönlichkeiten zu gestalten und stärker auf konkrete Projekte zu fokussieren. Außerdem werde derzeit die Mittelverwendung der NGO überprüft.

Alle distanzieren sich von Eugenie und Beatrice

Der Zeitpunkt der Beendigung der Zusammenarbeit ist freilich aber durchaus auffällig. Die Öffentlichkeit distanziert sich auf jede erdenkliche Weise von Andrew und seiner Ex-Frau Sarah Ferguson, die ebenfalls ein enges Verhältnis zu Epstein pflegte. 

Obwohl Eugenie – im Gegensatz zu Schwester Beatrice – den Kontakt zu Vater Andrew komplett abgebrochen haben soll, muss auch sie zunehmend mit den Konsequenzen der Taten ihrer Eltern leben. Jedoch ist noch nicht vollkommen geklärt, wie sehr die Schwestern selbst in den Epstein-Skandal verwickelt sind.

So ist die Trennung von "Anti-Slavery International" nur einer von mehreren Tiefschlägen, die die 35-Jährige derzeit zu verdauen hat. So wurde Anfang des Monats bekannt, dass sie und Beatrice nicht am legendären Pferderennen in Ascot teilnehmen werden – oder wohl eher dürfen. Der öffentliche Ausschluss vom royalen Großereignis, das unter der Schirmherrschaft der britischen Krone steht, soll die beiden laut Mail on Sunday "völlig überrumpelt" haben.

William: Keine Gnade für Eugenie und Beatrice?

Laut Daily Mail sollen die Prinzessinnen überhaupt auf absehbare Zeit von allen öffentlichen Veranstaltungen ausgeschlossen werden. So habe Prinz William dem Rest der royalen Familie empfohlen, sich weder mit Eugenie, noch mit Beatrice fotografieren zu lassen. 

Der zukünftige Thronfolger soll generell eine härtere Linie gegen die zwei Prinzessinnen verfolgen als König Charles III.: William, dem eine Modernisierung der Monarchie vorschwebt, soll dem renommierten Adelsexperten Richard Fitzwilliams zufolge kein Problem damit haben, seine Cousinen vom royalen Leben auszuschließen - sollte es dem Königshaus zum Vorteil sein.

"Es könnte an William liegen, über die Zukunft von Beatrice und Eugenie zu entscheiden. Berichten zufolge stehen beide ihm und Catherine nicht besonders nahe", behauptet Fitzwilliams gegenüber der Daily Mail. "Die Tatsache, dass Beatrice mit 20 und Eugenie mit 19 Jahren Epstein kurz nach seiner Haftentlassung in Florida mit ihrer skrupellosen Mutter besuchten, ist alarmierend. Sie müssen gewusst haben, wen sie besuchten und wie unangemessen dies war. Er stand unter Hausarrest." Sollte sich die Königsfamilie dazu entschließen, sich komplett von Eugenie und Beatrice zu trennen, würden William und Kate sie "nicht vermissen", betont Fitzwilliams.

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