Prinz Harrys anzügliche Flirt-SMS an Journalistin enthüllt
Prince Harry
Vor dem Abschluss seines Prozesses gegen britische Boulevardzeitungen wegen fragwürdiger Recherchemethoden hat Prinz Harry hohe Entschädigungszahlungen verlangt. Harrys Anwaltsteam rief das Londoner Gericht in seiner Abschlusserklärung am Dienstag auf, das Medienunternehmen Associated Newspapers Ltd (ANL), Herausgeber der Boulevardzeitungen Daily Mail and The Mail on Sunday, zu "substantiellen" Entschädigungszahlen an Harry und die sechs anderen Kläger zu verurteilen.
Unter den weiteren Klägern befinden sich auch Pop-Star Elton John und Schauspielerin Elizabeth Hurley. Der Prozess hatte vor neun Wochen begonnen. Nach den Abschlussplädoyers war für Dienstag der Prozessabschluss geplant. Das Urteil wird wahrscheinlich erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.
Der Prozess ging nicht ohne Enthüllung privater Details über die Bühne. Wie Hello! berichtet, waren zuletzt unter anderem auch private Nachrichten ein Thema, die der Herzog von Sussex einer Journalistin geschickt haben soll. Diese Enthüllungen erfolgten im Rahmen der Schlussplädoyers vor Richter Matthew Nicklin.
Enthüllungen über Harrys SMS an Journalistin
Harry soll die Journalistin Charlotte Griffiths von Mail on Sunday 2011 auf Facebook hinzugefügt und ihr seine Telefonnummer gegeben haben, wie vor dem Londoner High Court ausgesagt wurde. Die SMS erwecken den Eindruck, dass sich die beiden danach näher gekommen sein könnten.
Hello! berichtet von einer Reihe anzüglicher Nachrichten, die zwischen Dezember 2011 und Jänner 2012 ausgetauscht worden sein sollen. Harry sprach darin unter anderem vom gemeinsamen "Kuscheln beim Film", nannte Charlotte "Schatz" und beendete eine Nachricht mit "Mwah" und Küssen.
Harry hatte im Jänner ausgesagt, Charlotte Griffiths nur einmal auf einer Party ihres gemeinsamen Freundes Arthur Landon getroffen und den Kontakt abgebrochen zu haben, nachdem er erfahren hatte, dass sie Journalistin war. "Damit war die Sache erledigt", sagte er.
Leben "zur Qual" gemacht
In einer emotionalen Aussage hatte Harry den ANL-Medien außerdem vorgeworfen, das Leben seiner Frau Meghan "zur Qual" gemacht zu haben. Er selbst habe sich wegen der Verfolgung durch die Medien "paranoid" gefühlt, führte Harry aus, der bei seiner Aussage den Tränen nahe war.
Hurley war während ihrer Aussage tatsächlich in Tränen ausgebrochen. Sie schilderte, zu dem "monströsen" Vorgehen der ANL-Medien habe das heimliche Anbringen von Abhörmikrofonen am Fenster ihres Esszimmers gehört.
Prinz Harry und die übrigen Klägerinnen und Kläger werfen dem Verlag ANL unter anderem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. Die Taten sollen zwischen 1993 und 2018 begangen worden sein.
Kläger-Anwalt sprach von "weitreichendem Einsatz privater Ermittler"
Kläger-Anwalt David Sherborne sprach am Montag von einem "weitreichenden Einsatz privater Ermittler" zur Informationsbeschaffung. In dem Prozess hätten die Daily Mail-Journalisten nicht nachvollziehbar erklären können, woher sie die Exklusivinformationen in ihren Artikeln hatten. ANL wirft die Vorwürfe der Kläger allerdings zurück und versichert, seine Journalisten hätten legale Mittel genutzt und viel Arbeit investiert, um an exklusive Informationen über die Promis zu kommen.
Prinz Harry hat nicht zuletzt wegen des Todes seiner Mutter Prinzessin Diana 1997 bei einem Autounfall infolge ihrer Verfolgung durch Paparazzi ein schwieriges Verhältnis zu den Medien. Der jüngere Sohn des heutigen britischen Königs Charles III. und seine Frau hatten sich 2020 von ihren royalen Pflichten zurückgezogen. Das Paar lebt mit seinen beiden Kindern in Meghans Heimat Kalifornien.
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