Ostern im Palast: Welche Queen-Regel Charles für Enkel Louis abgeschafft haben dürfte
Die britische Royal Family
Die Feierlichkeiten rund um Hase, Lamm und Eier sind bei vielen in vollem Gange. Und auch wenn Charles III. unter dem Druck steht, die Monarchie weiter zu modernisieren, um sie zu erhalten: Der König hielt die Traditionen - etwa den Besuch der Ostermesse - auch heuer weiterhin hoch. Eine Sache könnte er laut der britischen Adelsexpertin Ingrid Seward jedoch anders machen als seine verstorbene Mutter Queen Elizabeth II.: das Festessen mit der Familie.
Louis durfte früher mit seinen Eltern essen
Gegenüber der Zeitung The Sun sagte Seward 2023: "Sie aßen (bislang) alle zusammen zu Abend, bis auf die Kleinsten. Diese speisten in einem extra Raum für die Kinder." Dies habe einen Grund gehabt: "Die Königin hat immer gesagt, dass sie nicht (mit den Erwachsenen) bei Tisch sitzen dürfen, bis sie Messer und Gabel richtig halten können."
Diese Regel, die der Queen wichtig gewesen sei, könnte Charles gelockert haben, glaubt Seward - wovon nach dem Tod der Queen vor allem Prinz Williams und Prinzessin Kates jüngster Sohn, der inzwischen siebenjährige Louis, betroffen wäre. Queen Elizabeth II. starb am 8. September 2022 auf Schloss Balmoral in Schottland.
Gegenseitige Hilfe
Zum Osterfest 2024 hatte Charles an die Bedeutung gegenseitiger Hilfe erinnert. Der Monarch hatte zum traditionellen Gottesdienst Royal Maundy am Gründonnerstag eine Audiobotschaft geschickt. Wegen seiner Krebserkrankung konnte er damals nicht selbst teilnehmen. "Mich macht es sehr traurig, dass ich heute nicht bei Ihnen allen sein kann", sagte Charles nach Angaben des Buckingham-Palasts. Jesus sei ein Beispiel dafür gewesen, "wie wir anderen dienen und uns umeinander kümmern sollten". Er erinnerte auch daran, wie sehr sie als Nation diejenigen bräuchten und von ihnen profitieren, "die uns ihre Hand der Freundschaft reichen, vor allem in Zeiten der Not".
Wie Charles hatte auch Prinzessin Kate vor zwei Jahren eine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Inzwischen hat sie ihre Chemotherapie abgeschlossen. Charles wird weiterhin behandelt, nimmt aber zahlreiche Termine wahr.
Beatrice und Eugenie hatten andere Pläne
Charles Nichten, die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, nehmen heuer nicht an den traditionellen Osterfeierlichkeiten der Royals teil. Die Töchter des im Epstein-Skandal in Ungnade gefallenen Andrew Mountbatten-Windsor, der frühere Prinz Andrew, hätten "mit Zustimmung des Königs" andere Pläne für das Wochenende, schrieb die Nachrichtenagentur PA Ende März.
Ihr Vater war im Februar in Zusammenhang mit dessen Freundschaft zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwischenzeitlich festgenommen worden. Die Polizei ermittelt gegen Mountbatten-Windsor wegen des Verdachts des Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt. Er soll in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter Informationen an den 2019 in Haft gestorbenen US-Finanzier weitergereicht haben.
An den Weihnachtsfeierlichkeiten in Sandringham hatten Beatrice und Eugenie teilgenommen. Im Gegensatz zu ihrem Vater haben die beiden ihre royalen Titel und Ehren nicht verloren - erfasst worden waren sie von dem Skandal aber trotzdem.
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