Adelsexpertin: Wenn Beatrice & Eugenie nichts wussten, müssen sie jetzt unglücklich sein
Andrew Mountbatten-Windsor und Tochter Beatrice
Wo sind Beatrice und Eugenie? Die beiden Töchter von Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor sind in der Öffentlichkeit kaum noch zu sehen. Ob der Rückzug der beiden Prinzessinen am tiefen Fall ihres Vaters liegt, der wegen seiner Verwicklung in den Epstein-Skandal samt Prinzentitel alle Ämter und Ehrungen verloren hat? Zumindest wurde darüber in der britischen Boulevardpresse in den vergangenen Wochen heftig spekuliert.
Nicht mehr in Ascot dabei
Auslöser war unter anderem eine Mitteilung der Organisation Anti-Slavery International, die sich gegen moderne Sklaverei einsetzt. Prinzessin Eugenie werde ihre Schirmherrschaft niederlegen, hieß es darin. Gründe wurden nicht genannt. Das Thema galt eigentlich als Herzensanliegen der 36-Jährigen. Nur wenige Tage zuvor hatten britische Medien berichtet, die beiden Schwestern seien von dem prestigeträchtigen Pferderennen Royal Ascot ausgeladen worden. Sie dürfen demnach weder an der Kutschprozession dabei sein, noch auf der royalen Ehrentribüne Platz nehmen.
Vor allem Beatrice sollen die Neuigkeiten schwer getroffen haben, berichtete die Mail on Sunday unter Berufung auf ungenannte Insider-Quellen. Nicht nur Ex-Prinz Andrew, sondern auch die schon lange von ihm geschiedene Mutter der beiden Prinzessinnen, Sarah Ferguson, besser bekannt als "Fergie", pflegte eine Freundschaft zu Epstein. Der 2019 gestorbene Geschäftsmann betrieb jahrelang einen Missbrauchsring, dem viele Minderjährige zum Opfer fielen. Selbst die beiden Prinzessinnen dürften im Schlepptau ihrer Eltern Bekanntschaft mit dem Sexualstraftäter gemacht haben, wie aus vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten hervorgeht.
Adelsexpertin: "Schön und gut, von Loyalität zu sprechen, aber..."
Die britische Adelsexpertin Ingrid Seward gibt an, nicht sicher zu sein, welche Informationen Beatrice und Eugenie damals wirklich über Epstein hatten. "Wir wissen nicht, ob sie wussten, was vor sich ging, oder nicht. Manche gehen davon aus, dass sie es gewusst haben müssen, aber vielleicht war das gar nicht der Fall", so Seward im Gespräch mit der Zeitung Mirror. "Und wenn sie es nicht wussten, müssen sie im Moment sehr unglücklich mit ihren Eltern sein. Es ist ja schön und gut, von Loyalität zu sprechen, und sie sind sehr loyal, aber sie wurden im Grunde genommen als Unschuldige in diese Sache hineingezogen. Ich glaube nicht, dass Beatrice oder Eugenie ihren Vater oft gesehen haben. Aber ich bin mir sicher, dass sie gerne darüber sprechen und sagen würden: 'Du musst uns sagen, was los ist, damit wir uns schützen können. Wir müssen es wissen.'"
Was wird Andrew vorgeworfen?
Ex-Prinz Andrew steht derzeit im Verdacht, vertrauliche Informationen an den inzwischen verstorbenen Epstein weitergeleitet zu haben. Das legen E-Mails aus den kürzlich in den USA veröffentlichten Epstein-Akten nahe. Er wurde kurzzeitig festgenommen. Andrew soll die Informationen in seiner Rolle als früherer Handelsbeauftragter der britischen Regierung weitergeleitet haben.
Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll der bestens vernetzte Multimillionär die Opfer an Prominente vermittelt haben. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und musste eine Haftstrafe verbüßen. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.
Eines der Opfer, Virginia Giuffre, erhob schwere Vorwürfe gegen Andrew. Demnach soll sie mehrfach zum Sex mit ihm gezwungen worden sein, unter anderem als sie noch minderjährig war. Der jüngere Bruder von König Charles III. streitet die Vorwürfe vehement ab, trotzdem ließ er sich auf einen angeblich millionenschweren Vergleich ein, um eine Zivilklage in den USA beizulegen.
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