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Mike Tindall: Warum er empfiehlt, in Ascot "bloß nicht" den Hut abzunehmen

Königin Anne hatte das Rennen 1711 ins Leben gerufen, um schnelle Schlachtrösser für den Krieg auszuwählen. Heute sind die Pferde nicht die einzigen Protagonisten.
Mike Tindall im Tweedanzug und Zara Tindall mit Hut und Clutch lächeln in die Kamera.

Im englischen Ascot wird im Juni wieder das traditionelle Pferderennen gefeiert. Bei der mehrtägigen elitären Veranstaltung herrscht je nach Bereich ein besonders strenger Dresscode. Auffällig sind oft die Kopfbedeckungen, die Frauen tragen. 

Mike Tindall macht in Ascot die Hitze zu schaffen

Für Mike Tindall, Ehemann von Zara Tindall und Schwiegersohn von Prinzessin Anne, ist das Ereignis mitunter anstrengend, wie er im "The Luxury Dispatch"-Podcast verriet. Der Grund: Ihm macht die Hitze zu schaffen, wenn er in der traditionellen Kutschenprozession vorfährt. "Wenn es zu heiß ist, ist es ein ziemlicher Albtraum. Man schwitzt ununterbrochen. Bloß nicht den Hut abnehmen, sonst tropft einem eine ganzer See herunter", witzelte Tindall im Gespräch mit Podcast-Moderator Tom Chamberlin.

Am strengsten sind die Kleidervorschriften in der sogenannten "Royal Enclosure". Männer müssen dort zum Beispiel einen Zylinder tragen und Frauen einen Hut. Kleider dürfen nicht schulterfrei sein und sollen ebenso wie Röcke mindestens über das Knie reichen.

"Ein Teil britischer Geschichte"

"Es ist ein Teil britischer Geschichte, und wir versuchen, diese Geschichte fortzuführen. Die königliche Prozession auf der Rennbahn. Sie ist nach wie vor ein eigenständiges Element dessen, was in Royal Ascot geschieht", so Tindall.

Königin Anne hatte das Rennen 1711 ins Leben gerufen, um schnelle Schlachtrösser für den Krieg auszuwählen. Seitdem hat Ascot viele Sieger gesehen. Legendäre Pferde wie "Yeats", der zwischen 2006 und 2009 als bisher einziger viermal in Folge das wichtigste Rennen in Ascot, den Gold Cup, gewann. Oder wagemutige Jockeys wie Fred Archer, der bei nicht weniger als 80 Rennen siegte. Die Pferde sind längst nicht mehr die einzigen Protagonisten.

Mindestens genauso wichtig sind Hollywood-Größen und Ölscheichs, Oligarchen und Finanzadel. Ascot ist Modenschau und Gesellschaftsparty, Pflichtveranstaltung für Society-Damen und -Herren und solche, die es werden wollen. Die Tradition von einst ist aber geblieben. Noch heute wird jedes Mal eine Glocke geläutet, wenn die Pferde auf die Zielgerade einbiegen. Früher war das Klingeln lebensnotwendige Verkehrsregelung für Jockeys und allzu neugierige Zuschauende.

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