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Japan gehen Thronfolger aus, Frauen sollen trotzdem weiterhin nicht zum Zug kommen

Als Nachfolger Kaiser Naruhitos stehen in der ältesten Erbmonarchie der Welt derzeit theoretisch nur noch drei Kandidaten parat
Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako von Japan blicken gemeinsam nach oben, wobei die Kaiserin mit dem Finger in die Höhe zeigt.

Der Monarchie in Japan geht der Nachwuchs aus. Das Problem: Nur männliche Nachfahren der männlichen Familienlinie des Kaisers dürfen auf den Thron. Nun will die Regierung der erzkonservativen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi mit einer Revision des Kaiserhausgesetzes den Weg dafür ebnen, männliche Mitglieder ehemaliger Seitenlinien - die nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Status verloren hatten und zu Privatpersonen geworden waren - wieder in die Kaiserfamilie aufzunehmen.

Frauen sollen weiterhin nicht zum Zug kommen

Kritiker beklagen, dass damit Frauen auch unter Takaichi - der ersten Regierungschefin Japans - der Thron verwehrt bliebe. Das Unterhaus des Parlaments verabschiedete einen entsprechenden Gesetzentwurf, der nun noch durch das Oberhaus muss. Die Regierung hofft, die erste bedeutende Änderung des seit 1947 geltenden Kaiserhausgesetzes vor dem regulären Ende der laufenden Parlamentssitzung am 17. Juli in Kraft zu setzen. Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass weibliche Mitglieder ihren kaiserlichen Status auch nach einer Heirat mit Bürgerlichen behalten können. Ihre Ehemänner und Kinder würden jedoch keine Mitglieder der Kaiserfamilie.

Als Nachfolger Kaiser Naruhitos (66) stehen in der ältesten Erbmonarchie der Welt derzeit theoretisch nur noch drei Kandidaten parat: Der Bruder des Tenno, Kronprinz Akishino (60), dessen 19 Jahre alter Sohn Prinz Hisahito und Naruhitos Onkel Prinz Hitachi - der bereits 90 Jahre alt ist. 

Naruhitos Tochter Prinzessin Aiko (24) bliebe der Thron auch künftig verwehrt. Dabei sprachen sich in einer kürzlichen Umfrage der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo 83 Prozent der Befragten für die Möglichkeit einer weiblichen Monarchin aus.

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