Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Ex-Palastchefkoch verrät beste Zeit zum Abendessen, und dass Charles sich nicht dran hält

König Charles hatte seine Landsleute einst aufgefordert, mehr auf gesunde Ernährung zu achten. Ihm liegt das Thema Lebensmittel am Herzen.
König Charles III. und Königin Camilla winken in einer Kutsche einer Menschenmenge zu.

Seine Einstellung zu Lebensmitteln hat Koch Visen Anenden mit seinem früheren Chef gemeinsam. Das ist König Charles, der auch für seinen Einsatz um den Umweltschutz bekannt ist. Er wisse, wie wichtig die Herkunft seiner Zutaten ist, schreibt Anenden auf seiner Website. Zudem habe er enge Beziehungen zu britischen Bio- und ethisch handelnden Erzeugern aufgebaut. Anenden leitete als Head Chef das kulinarische Team im Palast.

Ex-Palastkoch: Letzte Mahlzeit spätestens um 17 Uhr

Der Kulinarik-Profi hat auch eine klare Meinung zum Thema Essenszeit. Am besten nehme man um „16 oder 17 Uhr“ das Abendessen ein, zitiert Anenden das britische OK!-Magazin. „Wenn man um 17 Uhr etwas isst, hat der Körper den Rest des Abends Zeit, es zu verdauen. Wer um 20 Uhr isst, geht wahrscheinlich gegen 22 Uhr ins Bett, mit vollem Magen. Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres, als sich beim Schlafengehen voll zu fühlen.“ Die Royals hielten sich offenbar nicht an diese Empfehlung. „Es war ziemlich spät, gegen 20 Uhr. Camilla versuchte zwar, das Essen früher anzusetzen, aber es wurde immer 20 oder 20.30 Uhr.“

Charles Verfechter von gesunden Speisen und Biolebensmitteln

König Charles hatte seine Landsleute einst aufgefordert, mehr auf gesunde Ernährung zu achten. Die Briten und Britinnen sollten sich „mehr darum kümmern, was sie essen und wo das Essen herkommt“, schrieb der Monarch im Vorwort des Kochbuchs mit dem Titel „Duchy Originals Cookbook“, das 2006 in den Handel kam. Der Monarch ist schon seit langem als Liebhaber von biologisch angebauten Lebensmitteln bekannt.

Das Buch wurde von der Bio-Marke Duchy herausgegeben, die Charles 1990 gegründet hatte. Als Beispiele für gute traditionelle Gerichte sind darin zum Beispiel Lammeintopf oder der - außerhalb von Großbritannien wenig geschätzte - Gemüsebrei Bubble And Squeak aufgeführt. In dem Buch findet sich aber auch das Rezept für einen Walnusskuchen, für den Charles’ verstorbene Großmutter, die Queen Mum, eine Vorliebe hatte. Die Einnahmen sollten für wohltätige Zwecke verwendet werden.

Hammelfleischfan

Der Monarch sprach sich auch schon gegen Fastfood - und für Hammelfleisch - aus. Dass Hammelfleisch aus der Mode gekommen sei, liege wohl daran, dass die Zubereitung von Essen heutzutage vor allem schnell gehen müsse, sagte er 2004 bei einem Dinner im Londoner Hotel Ritz. Hammelfleisch aber müsse langsam und schonend zubereitet werden, wenn es gut schmecken solle. Bis zum Zweiten Weltkrieg war Hammelfleisch, das von mindestens zwei Jahre alten Tieren stammt, über Jahrhunderte in Großbritannien das meist verzehrte Fleisch. Neue landwirtschaftliche Techniken und die sinkenden Wollpreise führten dann aber dazu, dass Lamm- das Hammelfleisch zunehmend ersetzte.

Kommentare