Ex-Palastbutler: "Von außen betrachtet ist Kate diese globale Ikone"
Prinzessin Kate und Prinz George
Erstmals seit ihrer Krebsdiagnose im Jahr 2024 nahm Prinzessin Kate - in Cremeweiß - heuer am traditionellen Ostergottesdienst auf Schloss Windsor teil. Die 44-Jährige kam gemeinsam mit ihrem Ehemann, Thronfolger Prinz William, und ihren Kindern Prinz George (12), Prinzessin Charlotte (10) und Prinz Louis (7).
Wie Superkleber
Dem früheren Palast-Butler Grant Harrold zufolge ist Kate - "ein sehr beliebtes Mitglied der Familie" inzwischen wieder "dort, wo sie hingehört". Die Menschen haben sie in den letzten Jahren bei wichtigen Anlässen vermisst, so Harrold im Gespräch mit dem Magazin Marie Claire. Dabei machte Kates Unterstützung "sowohl öffentlich als auch privat" den entscheidenden Unterschied. "Von außen betrachtet ist sie diese globale Ikone, die jeder liebt und bewundert", so der Ex-Palastmitarbeiter. "Aber auch innerhalb der Familie spielt sie eine Schlüsselrolle. Sie ist der Superkleber. Sie versteht es sehr gut, alle in Gespräch zu verwickeln und zusammenzuhalten."
Der Gottesdienst folgte für die königliche Familie auf kritische Wochen. Charles' Bruder Andrew Mountbatten-Windsor war im Zuge des Skandals um US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwischenzeitlich festgenommen worden. Der 66-Jährige wurde aus der Familie verbannt.
"Sie bietet ihren Schwiegereltern, insbesondere dem König, auch eine wirklich starke und solide Unterstützung", meint Harrold über Kate. "Sie stehen sich sehr nahe und genießen es, Zeit miteinander zu verbringen. Ihre Anwesenheit wird auch viel Druck von William nehmen; er mag es, wenn sie zusammen sind, und man merkt, dass er selbstbewusster ist, wenn seine Frau an seiner Seite ist. Es macht einen großen, großen Unterschied für die Familie, wenn Kate da ist."
Kate: bürgerlich, engagiert, nahbar
Woran liegt es, dass Kate so erfolgreich ist? Sportlich und modebewusst macht sie ohne Zweifel eine gute Figur. Doch das ist längst nicht der einzige Grund, meinte Craig Prescott, Verfassungsexperte und Royal-Kenner von der Londoner Universität Royal Holloway vor Kates Geburtstag im Jänner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ihm zufolge ist es unter anderem gerade die bürgerliche Herkunft, die Kates Geheimnis ausmacht.
Er erinnerte daran, als Kate nach der brutalen Entführung und Ermordung der Londonerin Sarah Everard durch einen Polizisten im Jahr 2021 einen spontan eingerichteten Gedenkort im Londoner Park Clapham Common besuchte. "Sie sprach darüber, wie sie sich selbst manchmal fürchtete, wenn sie nachts durch die Straßen Londons ging", sagte Prescott. Mit solchen Äußerungen könne sie "ein Stück Normalität in eine sehr, sehr merkwürdige und ungewöhnliche Institution einbringen". Kates Pflichtbewusstsein für die Monarchie und ihre Hingabe zu wohltätigen Zwecken sind ebenfalls hervorzuheben.
Auch ihre Krebserkrankung und der offene Umgang damit habe sie für viele Menschen nahbarer erscheinen lassen, glaubt Prescott. Mitte Jänner 2024 war die Princess of Wales im Bauchraum operiert worden. Fast zwei Wochen verbrachte sie daraufhin im Krankenhaus. Noch während sie sich von dem Eingriff erholte, erhielt sie eine Krebsdiagnose. Bald darauf begann sie mit einer Chemotherapie, die sie inzwischen erfolgreich abschließen konnte. Um welche Art von Krebs es sich handelte, ist nicht bekannt.
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