Epstein-Files: Immer mehr Konsequenzen für Kronprinzessin Mette-Marit

Aufgrund ihrer früheren Verbindungen zu Epstein verliert die norwegische Kronprinzessin eine ihrer langjährigen repräsentativen Rollen.
Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit in eleganter Kleidung.

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit kommt einfach nicht zur Ruhe und sieht sich erneut mit den Folgen ihrer früheren Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein konfrontiert.

Die Organisation "Fokus", die sich seit Jahrzehnten für Frauenrechte in Afrika und Lateinamerika engagiert, hat die Zusammenarbeit mit der 52-ta_chunk_0ährigen jetzt beendet. Dies gab die Vereinigung, die 1995 gegründet wurde und 45 Mitgliedsorganisationen umfasst, öffentlich bekannt. Mette-Marit hatte seit 2006 die Schirmherrschaft über "Fokus" inne.

In einer Erklärung auf ihrer Website betonte "Fokus", dass die Entscheidung "nach sorgfältiger Abwägung der Rahmenbedingungen" getroffen wurde. Die Organisation äußerte zudem, dass sie diesen Schritt "mit Respekt vor allen Beteiligten" vollzogen habe. Die Kronprinzessin verliert damit eine ihrer langjährigen repräsentativen Rollen.

Distanzierung weiterer Organisationen

"Fokus" reiht sich in eine wachsende Liste von Institutionen ein, die sich von Mette-Marit abgewandt haben. In den letzten Wochen hatten bereits mehrere Organisationen, die Mette-Marit als Schirmherrin unterstützte, ihre Zusammenarbeit beendet oder vorerst ausgesetzt. Der Grund liegt in den Berichten über ihre früheren Begegnungen mit Epstein.

Vertrauen in Mette-Marit sinkt

Auch mit ihrem Interview mit dem TV-Sender NRK hat sich Mette-Marit nur bedingt einen Gefallen getan. Nachdem sie zahlreiche Fragen gar nicht oder nur ausweichend beantwortet hatte, verstärkte sich die öffentliche Kritik gegen die Kronprinzessin. Norwegischen Medien zufolge soll das Vertrauen der Bevölkerung in sie stark gesunken sein.

Zuletzt packte auch Epstein-Opfer Svetlana Pozhidaeva über ihre Treffen mit Mette-Marit aus. Gegenüber der norwegischen Zeitung VG hatte sie allerdings nur löbliche Worte für die Adelige übrig: "Mette war mir gegenüber immer sehr freundlich und respektvoll – im Gegensatz zu vielen anderen prominenten Gästen." Zudem betonte sie, dass sie Epstein vor ihr "nie missbraucht" hätte. "Ich möchte nicht darüber spekulieren, ob sie es vielleicht erahnt hat oder nicht. Persönlich mache ich sie für nichts verantwortlich."

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