Robin Williams: Der traurige Clown ist 60

Der ehemals "funniest man alive" feierte am 21. Juli seinen 60. Geburtstag. Doch im Leben strauchelte der beliebte Schauspieler mehrmals. Alkoholismus, Scheidung und gesundheitliche Probleme prägten die vergangenen Jahre.

Er ist aus der Filmbranche nicht mehr wegzudenken. In Filmen wie "Mrs. Doubtfire", "Jumanji" oder "Ein Käfig voller Narren" brachte er uns zum Lachen, doch Robin Williams hat auch eine ernste Seite - ein Leben zwischen Komödie und Tragödie.

Einen Überblick über seine verschiedenen Filmrollen finden Sie auf nachstehendem Link. Am 21. Juli feierte der Komödiant seinen 60. Geburtstag. Werfen wir einen Blick auf sein Leben. Abseits des Scheinwerferlichts gab es in Williams Leben nicht immer einen Grund zum Lachen. Bekannt ist er seinen Fans als Stand-Up Comedian, Grimassenschneider und lustiger Geselle. Nur wenige wissen darüber Bescheid, dass ... ... Williams Alkoholiker ist. 2006 legte der Oscar-Preisträger eine Drehpause ein, nachdem er sich öffentlich zu Alkoholproblemen bekannte und sich einer Behandlung unterzog. Er sei 20 Jahre trocken gewesen, habe jetzt aber wieder mit dem Trinken begonnen, sagte er damals. 

Im Bild: Williams mit Bier am Steuer eines Golfcars. Schon in den 70er Jahren konsumierte er nach eigenen Angaben reichlich Kokain und Alkohol. Das war die Zeit, in der er plötzlich Erfolg als Fernsehkomiker hatte.

Im Bild: Williams und Dustin Hoffmann. Erste Fernseh-Erfolge feierte er in der Serie "Happy Days" mit der Rolle des Außerirdischen Mork. Der Charakter wurde bald so beliebt, dass es ein Spin-off gab: "Mork und Mindy". Privat lief es nicht immer glatt in Williams Leben. Er wurde zwei Mal geschieden. Mit seiner ersten Frau Valerie Velardi, mit der er von 1978 bis 1988 verheiratet war, hat er einen Sohn Zachary Pym. Seine Libido hatte der 60-Jährige nicht immer unter Kontrolle. Während der Ehe mit Velardi betrog er sie mit der Kellnerin Michelle Tish Carter, die ihn beschuldigte, sie mit Herpes angesteckt zu haben. Doch wie könnte es anders sein, hatte er für sein Fremdgehen eine passende Ausrede - ein Zitat von ihm: "Das Problem ist, das Gott Männern ein Hirn und einen Penis gibt, aber nur genug Blut, um eines davon zu bedienen." Seine Frau konnte dies wohl nicht milde stimmen. Denn Carter war nicht seine einzige Affäre. Auch mit "Zaks" Kindermädchen Marsha Garces fing Williams ein Verhältnis an. Zum Zeitpunkt der Scheidung von Velardi war Garces bereits mit seinem Kind schwanger. Die beiden heirateten 1989, doch die Ehe wurde 2008 wieder geschieden - Grund: Die üblichen unüberbrückbaren Differenzen. Mit Marsha Garces hat er zwei Kinder: Tochter Zelda Rae (Bild, 21) und Cody Alan (19). Zelda ist nach dem Computerspiel benannt. Im Herzen ist Williams ein echter Komiker. Möglicherweise war sein sein Drogenkonsum daran schuld, dass er sich 2009 einer Operation am offenen Herzen unterziehen musste. Doppelt bitter für den Schauspieler war es wohl, dass sich kurz zuvor seine Frau scheiden ließ. Mit dem Imitieren von Gesichtern und Stimmen begann er schon früh. Seine ersten Opfer waren seine Mutter Laura und seine Großmutter. Ein Höhepunkt in Williams Karriere war zweifellos der Oscar-Gewinn 1998 als bester Nebendarsteller in "Good Will Hunting" - einer ernsten Rolle. 

Im Bild: "Good Will Hunting"-Co-Stars Matt Damon, Robin Williams und Ben Affleck. Improvisation und Comedy-Talent sind sein Markenzeichen. Für seine Synchronrolle als Genie in "Disney's Aladdin" lieferte er über 16 Stunden zusätzliches Material. Mit Disney hatte er allerdings nach dem erfolgreichen Zeichentrickfilm einen gewaltigen Rechtsstreit. Der Konzern vermarktete seinen Genie unerlaubt. Es kam zwar zu einer Einigung, doch die Beziehung zwischen Williams und Disney wurde dadurch gestört. Erst 2009 schien sich das wieder zu bessern, als Wiliams in die "Disney Hall of Fame" aufgenommen wurde. Glück im Unglück: Eine neue Liebe fand der Schauspieler in der Zeit nach seiner Herzoperation in der Grafikdesignerin Susan Schneider (47). Sie stand ihm bei und gab ihm die nötige Kraft wieder gesund zu werden. Bleibt nun zu hoffen, dass sich auch Williams Karriere wieder erholt. In den vergangenen Jahren spielte er zwar in einigen Filmen mit, große kommerzielle Erfolge blieben jedoch aus.
(KURIER.at / lyk, apa) Erstellt am
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