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04/11/2021

Prinzessin Annes Leben wird ohne Vater Prinz Philip "ein komplett anderes" sein

Zuletzt wurde Prinz Philip kaum noch in der Öffentlichkeit gesehen. Große Teile der Pandemie verbrachte er gemeinsam mit der Queen auf Schloss Windsor.

"Mit tiefer Trauer verkündet Ihre Majestät, die Königin, den Tod ihres geliebten Mannes, seiner Königlichen Hoheit, des Prinzen Philip, Herzog von Edinburgh. Seine Königliche Hoheit ist heute Morgen friedlich in Windsor Castle verstorben." Mit dieses Worten gab der Palast am Freitag des Tod des 99-jährigen Prinzgemahls bekannt. "Die königliche Familie trauert gemeinsam mit Menschen auf der ganzen Welt um seinen Verlust", so der Buckingham Palace.

Auch Philips einzige Tochter, Prinzessin Anne, hat sich zu dessen Ableben zu Wort gemeldet. Das Leben ohne ihren Vater werde ein "völlig anders" sein, erzählte sie ITV News in einem voraufgezeichneten Interview. In Bezug auf seine Rolle als Prinzgemahl, der einst seine eigene Karriere beendet hatte, um die Königin zu unterstützen, hob sie wertschätzend dessen Vermächtnis als Stabilisator der Königin - und der Monarchie - hervor: "Es muss sich von Anfang an ziemlich dramatisch entwickelt haben. Ich glaube nicht, dass die Struktur in Bezug auf die Unterstützung der Monarchie darauf ausgelegt war, sich mit einem Prinzgemahl zu befassen. Niemand hatte darüber nachgedacht, was er tun würde. Und es dauerte eine Weile, bis die Leute verstanden hatten, dass er außergewöhnliche Fähigkeiten hatte, die man nutzen konnte. Er hat Wege gefunden, wie er etwas bewirken kann."

Denn tatsächlich: Mit Philip hat die Queen hat "Stärke und Stütze" verloren. Seit 1947 war das Paar verheiratet, in all dieser Zeit war Philip immer der Mann an der Seite von Königin Elizabeth II. - oder der Mann in ihrem Schatten. Doch auch wenn der oft kauzig wirkende Herzog von Edinburgh nie die Krone trug, sein Vermächtnis für die britische Monarchie ist vermutlich größer als das vieler Könige.

Anne und Edward würdigen Philip

Denn auch wenn Prinz Philip wegen seines mitunter eher schroffen Auftretens nicht überall beliebt war, hat er mit seiner rückhaltlosen Unterstützung für Königin Elizabeth II. über Jahrzehnte hinweg einen kaum genug zu würdigenden Beitrag zur Stabilität des britischen Königshauses geleistet.

Das öffentliche Image des Herzogs von Edinburgh sei durch "eine unfaire Darstellung der Medien" entstanden, sagte auch sein jüngster Sohn Prinz Edward gegenüber ITV News. "Er hatte einen wunderbaren Sinn für Humor, aber natürlich kann man immer etwas falsch interpretieren oder gegen einen wenden (...)."

Der verstorbene Prinz Philip war tatsächlich  für seine manchmal ungeschickten Sprüche bekannt. Äußerungen von ihm: "Wie schaffen Sie es, die Einheimischen lange genug vom Alkohol fernzuhalten, damit sie die Prüfung schaffen?" (Soll er 1995 einen Fahrlehrer in Schottland laut BBC gefragt haben), oder: "Taub? Wenn ihr da so nahe dran seid, kein Wunder, dass ihr taub seid." (Im Mai 1999 laut BBC zu taubstummen Jugendlichen bei einem Festival in Cardiff mit Hinweis auf die laute Band).

Über Elizabeth sagt er einst: "Die wichtigste Erfahrung, die wir gemacht haben, ist die, dass Toleranz der entscheidende Bestandteil jeder glücklichen Ehe ist (...) Sie können mir glauben: Die Queen verfügt über Toleranz im Überfluss." (Prinz Philip nach 50 Ehejahren mit Elizabeth, November 1997)

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