© Joe Giddens - WPA Pool/Getty Images

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11/03/2020

Prinz William für Geheimhaltung seiner Corona-Infektion in der Kritik

Prinz William soll im April an Corona erkrankt sein, dies jedoch geheim gehalten haben. Bestätigt wurde dieser Bericht zwar nicht - dennoch hagelt es nun Vorwürfe gegen den Royal.

Einem Bericht der britischen Sun zufolge soll Prinz William im April am Corona-Virus erkrankt sein, seine Ansteckung jedoch geheim gehalten haben. "Er hatte Atemprobleme, deshalb gerieten alle um ihn herum natürlich in Panik", erzählt eine anonyme Quelle gegenüber dem britischen Blatt. William soll sich damals auf seinem Landsitz Anmer Hall in Norfolk in Quarantäne befunden haben und sei von Palast-Ärzten behandelt worden. Trotz seiner Erkrankung soll er weiterhin an Videocalls teilgenommen haben. William selbst soll bei einem Auftitt einem Royal-Beobachter gesagt haben, er habe die Diagnose geheim gehalten, weil im Moment "wichtige Dinge passieren" würden und niemanden habe beunruhigen wollen.

Prinz William in der Kritik

Prinz William selbst hat sich zu dem Medienbericht bisher nicht geäußert. Bestätigt wurden die Behauptungen über den Royal demnach nicht. CNN betont jedoch, dass der Bericht vom Palast bisher auch nicht dementiert wurde.

Nur kurz zuvor war nicht Williams sein Vater Prinz Charles an Corona erkrankt. Auch der britische Premierminister Boris Johnson wurde positiv getestet. Dass der Premiertminister zu diesem Zeitpunkt außer Gefecht war, könne durchaus als "wichtige Sache" interpretiert werden, dennoch würde Johnsons Erkrankung laut CNN nicht erklären, warum man eine solche Informantion während einer Krise der öffentlichen Gesundheit vor der Öffentlichkeit geheim halten sollte. 

Zahlreiche Royal-Experten zeigen sich bezüglich Williams vermeintlicher Entscheidung kritisch. So bezeichnet Joe Little, der Herausgebeer des Majesty Magazine diese laut Daily Mail als "fragwürdig". Es sei ein "Rückschritt" in Sachen Transparenz. 

"War es klug vom Kensington Palast, die Diagnose zu unterdrücken?", fragt sich Little. Bestimmt habe man die besten Absichten gehabt. Rückblickend wäre es jedoch besser gewesen, offen mit der Diagnose umzugehen.

Royal Experte Chris Ship stellt gegenüber dem britischen Sender ITV stellte die "Weisheit" des Prinzen infrage. Andere Royal-Experten finden gar härtere Worte. "Wenn der Palast darüber lügt, worüber haben sie sonst noch gelogen?", wird ein Royal-Experte zitiert.

Worst Case-Szenario für britische Königsfamilie

Laut CNN dürfte die Tatsache, dass nicht nur Prinz Charles an Corona erkrankt sei, sondern dass sich angeblich auch sein Sohn angsteckt habe, für den Palast ein Worst Case-Szenario bedeutet haben. Die Möglichkeit, dass sowohl der Erste als auch er Zweite in der Thronfolge eine potentiell tödliche Krankheit haben, würde Fragen bezüglich der Nachfolge auf den Thron aufwerfen. Im schlimmsten Fall könnte dies eine ernsthafte Krise für die Monarchie bedeuten.

"Wenn das Undenkbare passiert wäre und die Queen, Charles und William alle drei gestorben wären, wäre Prinz George der nächste in der Thronfolge und er ist sieben Jahre alt", erklärt Historikerin Kate Williams gegenüber dem CNN. "Er würde nicht als König im traditionellen Sinn regieren, bis er 18 werden würde. Ein 'Regierungsrat' müsste ernannt werden, der bis dahin die Verpflichtungen in seinem Namen austrägt."

Laut Williams wäre bestimmt Georges Mutter, Herzogin Kate, Ratsmitglied. Davon abgesehen würde sich die Lage jedoch schwieriger gestalten: Als nächste in der Thronfolge müssten nämlich eigentlich auch Prinz Harry und Charles' Bruder Prinz Andrew mit der Aufgabe betraut werden. Ersterer hat seine royalen Pflichten jedoch niedergelegt, um zusammen mit seiner Ehefrau Meghan sein Glück in den USA zu versuchen. Prinz Andrew hingegen käme für den Job nicht infrage, da er aufgrund seiner Verwicklungen in den Jeffrey Epstein-Skandal ebenfalls von seiner Position als ranghohes Mitglied der Königsfamilie zurückgetreten musste.

 

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