Einblicke in Princes bizarres Verhalten in den Tagen vor seiner Überdosis

Sänger Prince starb am 21. April 2016 im Alter von 57 Jahren.
Sänger Prince auf der Bühne bei einem Konzert.

Vor zehn Jahren starb Sänger Prince am 21. April. Er wurde in einem Fahrstuhl seines Paisley Park Studios in Chanhassen von seinem persönlichen Assistenten und Mitarbeiter Kirk Johnson leblos aufgefunden. Kornfeld alarmierte den Rettungsdienst. Der Versuch einer Wiederbelebung blieb erfolglos. Prince wurde für tot erklärt, im Alter von 57 Jahren.

Bassist über Prince: "Etwas stimmte mit seinem Gedächtnis nicht"

Als Todesursache wurde eine Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl festgestellt, die sich der Sänger selbst verabreicht hatte. Der Tod des Musikers wird als Unfall eingestuft.

Berichten zufolge litt Prince kurz vor seinem Tod im April 2016 unter massiven Gedächtnisproblemen. Sein früherer Bandkollege, Bassist Brownmark, behauptet, dass die Pop-Ikone zuletztt Gespräche vergaß und verwirrt wirkte.

"Ich wusste, dass etwas nicht stimmte", erinnert sich Brownmark, der von 1981 bis 1986 Bassist bei "The Revolution" war, im Gespräch mit Page Six. "Irgendetwas stimmte nicht mit seinem Gedächtnis und seinem Verhalten."

Prince habe Momente der Verwirrung erlebt und Gespräche vergessen, habe Pläne geschmiedet und diese dann wieder verworfen, erzählte der Musiker, der Princes Verhalten am eigenen Leib miterlebte. 

Ihn und Prince hätten eine brüderliche Beziehung verbunden, die leicht in Konflikte umschlagen konnte, so Brownmark. "Wir waren beide Alphatiere", sagt er. "Das war schon immer so." 

Vor dem Tod seines verstorbenen Freundes hätten sie jahrelang keinen Kontakt gehabt, als der Hausmeister von Paisley Park, Jim Lundstrom, bei ihm anrief. "Er sagte: "Mark, ich habe das Gefühl, dass Prince sich bei dir melden wird, weil er nicht aufhört, über dich zu reden'", erinnert sich Brownmark, der auf den legendären Alben "1999" und "Purple Rain" mitwirkte. Lundstrom habe ihm erzählt, dass Prince die Vergangenheit bereuen würde und bereit wäre, alles wiedergutzumachen. Kurz darauf wurde er telefonisch von Prince selbst kontaktiert. 

Dieser habe zu Brownmark gesagt: "Ich möchte, dass du nach Minneapolis fliegst. Wir arbeiten an ein paar Dingen. Ich möchte sehen, ob du mitmachen willst." 

Der Bassist habe daraufhin in seiner Heimat Kalifornien alles stehen und liegen gelassen, um zu Prince zu fliegen. Doch als er ankam, habe Prince "vergessen, dass er mich dorthin bestellt hatte".

Brownmark habe tagelang allein in seinem Hotel gesessen und gewartet - bis er schließlich auf Schlagzeuger John Blackwell Jr in der Lobby traf. Auf diesem Weg sei er schließlich zu Princes Studio Paisley Park gelangt. Doch das Wiedersehen mit dem Sänger war kein schönes. "Da wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Irgendetwas stimmte nicht mit seinem Gedächtnis und seinem Verhalten", so Brownmark über die Begegnung. 

"Sein Gedächtnis war zu diesem Zeitpunkt völlig im Eimer"

Trotzdem sprachen die beiden Musiker darüber, möglicherweise eine neue Band zu gründen. 

Wenige Monate später packte Brownmark, wie geplant, seine Sachen in Kalifornien und zog nach Minneapolis. Doch auch da habe Prince nicht wie erhofft auf das Wiedersehen reagiert.  "Man konnte die Panik in seinem Gesicht sehen, denn man merkte, dass er sich gerade erst wieder daran erinnerte, was er getan hatte: "Oh Mann, Moment mal. Ich habe ihn hierher eingeladen'", sagte Brownmark. "Sein Gedächtnis war zu diesem Zeitpunkt völlig im Eimer."

Der Bassist glaubt, dass Princes Kurzzeitgedächtnis durch die Schmerzmittel, die dieser vor seinem Tod häufig konsumiert haben soll, beeinträchtigt war. Berichten zufolge glaubte der siebenfache Grammy-Gewinner vor seinem Tod am 21. April 2016, Vicodin zu kaufen, ohne zu wissen, dass die gefälschten Tabletten mit Fentanyl versetzt waren.

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