„Plötzlich Prinzessin 3“: Warum Julie Andrews schweren Herzens doch „Nein“ sagte
Julie Andrews
Mit einer Rolle in der romantischen Komödie „Plötzlich Prinzessin“ meldete sich die britische Schauspielerin Julie Andrews nach ihrer schweren Stimmbandoperation 2001 mit halbwegs erholter Stimme wieder zurück. Regisseur Garry Marshall castete sie als königliche Großmutter, die ihre schüchterne Enkelin (Anne Hathaway) zu einer Prinzessin erzieht. Nach „Plötzlich Prinzessin 2“ (2004) gab es immer wieder Berichte über einen möglichen dritten Teil. Dieser müsste aber ohne Andrews auskommen, wie sie im Gespräch mit dem Magazin Instyle verrät.
Andrews: „Es war sehr, sehr schwer, Nein zu sagen“
„Ich denke, ‚im Ruhestand‘ wäre wohl die beste Beschreibung dafür“, sagt die 90-Jährige über ihre aktuelle Jobsituation. Das Filmteam habe sie „das ganze vergangene Jahr über gefragt“, ob sie Lust hätte, so die Schauspielerin. „Es war sehr, sehr schwer, Nein zu sagen. Aber ich habe es getan.“ Ein potenzieller dritter Teil brauche keine „Großmutter, die in meinem Alter da noch mitmischt“.
Vollständig zurückgezogen habe sie sich nicht: „Ich bin nicht ganz im Ruhestand, aber ich mache mittlerweile eine andere Art von Arbeit – ich schreibe Bücher und nehme viele Podcasts auf bin Synchronsprecherin“, erzählte sie dem Branchenmagazin The Hollywood Reporter
Vor einigen Jahren war Andrews' Einstellung noch eine andere: „Klar würde ich dabei mitmachen“, sagte sie 2020 in der CBS-Sendung „The Talk“. Es soll ein Skript geben, nur sei noch nichts auf ihrem Schreibtisch gelandet. „Ich werde schrecklich alt und schrullig“, witzelte der Star damals. Aber noch einmal mit Hathaway zu drehen wäre „entzückend“.
Andrews blickt auf eine jahrzehntelange Karriere als Musical-Darstellerin und Schauspielerin zurück. Für ihre erste Kinorolle im Film „Mary Poppins“ gewann sie 1965 den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Als zauberhafte Nanny landet sie mit ihrem Regenschirm bei der reichen Londoner Familie Banks und stellt das Leben der Kinder Michael und Jane mit Fantasie auf den Kopf.
Machte Stunts in „Mary Poppins“ selbst
Die Rolle in dem aufwendigen Disney-Musical war ihr erster Spielfilmauftritt überhaupt. Offenbar war der Oscar hart verdient. Andrews führte die Stunts als fliegende Nanny selbst aus. Dazu musste sie stundenlang über dem Set baumeln, wie die Schauspielerin 2019 in der US-Talkshow „Live with Kelly and Ryan“ erzählte. „Ich trug einen Flug-Gurt mit zwei Stahlplatten, die recht schmerzhaft in die Hüfte drückten“, erinnerte sich Andrews.
Die schwierigsten Szenen hoben sie für den letzten Drehtag auf, im Falle, es passiert etwas, witzelte der Star. Tatsächlich sei sie einmal recht hart aus der Luft auf die Bühne gestürzt. Der Film „The Sound of Music“ („Meine Lieder - meine Träume“) brachte ihr im Jahr darauf eine weitere Oscar-Nominierung ein.
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