Paris Jackson: Traf meine Mutter zum ersten Mal mit 15 Jahren
Paris Jackson
Erst als Teenager habe sie ihre Mutter Debbie Rowe bewusst persönlich kennengelernt, sagt Paris Jackson, Tochter des 2009 verstorbenen „King of Pop“ Michael Jackson.
„Mit zehn oder elf Jahren habe ich wohl irgendwann das erste Mal nachgefragt, und die Antworten, die ich bekam, reichten mir aus. So in der Art: ‚Oh, wie heißt sie denn?‘ Und man sagte mir ihren Namen, und ich dachte mir: ‚Na gut, cool‘“, schildert die heute 28-Jährige im Podcast „Call Her Daddy“. „Ich habe das Thema dann beiseitegeschoben, und als ich etwa 15 war, haben wir Kontakt aufgenommen. Gegen Ende meiner Teenagerzeit sind wir uns dann nähergekommen.“
Debbie Rowe und Michael Jackson (1997 in Paris)
„Hey, Mom“
Die erste Begegnung sei recht unaufgeregt gewesen. „Ich erinnere mich, dass ich die Treppe herunterkam und sie mit meiner Oma im Wohnzimmer saß. Ich kam herein. Ich sagte einfach: ‚Hey, Mom‘, und sie meinte: ‚Hi.‘ Ich setzte mich hin. Wir unterhielten uns kurz. Dann gingen wir raus und hingen einfach zusammen ab“, so Jackson, die gewisse Ähnlichkeiten zu ihrer Mutter erkennt. „Sie ist Schütze, also hat sie das Feuer in sich. Ich bin Widder, ich habe dieses Feuer auch... .“ Offen an neue Situationen heranzutreten, ist Jackson wichtig. „Ich finde (...) es ist cool, zu lernen, wie Erwartungen uns viel vermasseln können; wenn ich mit bestimmten Erwartungen in eine Beziehung gehe, werde ich am Ende wahrscheinlich enttäuscht oder frustriert oder genervt sein oder es entsteht Groll, weißt du.“
Die 1998 geborene Paris Jackson ist als Musikerin, Model und Schauspielerin tätig. Zu der früheren Arzthelferin Debbie Rowe habe sie kaum Kontakt, sagte sie auch in einem 2017 veröffentlichten Interview mit dem Magazin Rolling Stone.
Michael Jackson hatte zwei Kinder mit Debbie Rowe: Tochter Paris und Sohn Prince Jackson. Sohn Bigi Jackson, früher als Blanket bekannt, wurde 2002 von einer Leihmutter ausgetragen. Jackson sagte, das Kind sei durch künstliche Befruchtung entstanden. In die Schlagzeilen geriet das Neugeborene, als sein Vater es im November 2002 im Berliner Hotel Adlon aus dem Fenster hielt.
Großmutter übernahm nach Jacksons Tod Sorgerecht
Michael Jackson starb am 25. Juni 2009. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung hatte damals ergeben, dass der Popstar an einem gefährlichen Medikamentencocktail gestorben sei. Michael Jacksons Arzt kam in Zusammenhang mit dem Todesfall wegen fahrlässiger Tötung hinter Gitter.
Nach seinem Tod übernahm Jacksons Mutter Katherine das dauerhafte Sorgerecht für die drei Kinder, hatten die Familie und Debbie Rowe damals mitgeteilt. Rowe verzichtete auf das Sorgerecht, erhielt aber ein Besuchsrecht. Teil der Einigung zwischen Rowe und Katherine Jackson war es, den Kindern nach dem Tod ihres Vaters den Aufbau einer Beziehung zu ihrer Mutter zu ermöglichen, mit der sie nie zusammengelebt haben. Ein Kinderpsychologe sollte diesen Prozess überwachen.
Missbrauchsvorwürfe
Jacksons exzentrischer Lebensstil und Missbrauchsvorwürfe kratzten später an seinem Image. Beschuldigungen eines Teenagers wegen sexueller Übergriffe führten 2005 zu einem „Jahrhundertprozess“, der mit einem für Jackson triumphalen Freispruch in allen Anklagepunkten endete. In der Doku „Leaving Neverland“ (2019) wurden noch einmal Vorwürfe des Missbrauchs minderjähriger Burschen gegen Jackson aufgearbeitet.
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