Patrick Kafka

© Armani

Topmodel
06/14/2013

Patrick Kafka: Der gebuchte Mann

Der Wiener kennt alle Laufstege dieser Welt. Kafka im Interview.

von Jasmin Schakfeh

Donnerstagabend pilgerten Modebegeisterte zur Vienna Fashion Night in die Wiener Innenstadt und genossen die Modenschau unter der Michaelerkuppel. Gezeigt wurde unter anderem die Multi-Label-Show von Fashionation – dem Designer-Department von Peek & Cloppenburg.

In der ersten Reihe nahm auch der Stargast des Abends, Supermodel Patrick Kafka, Platz. Der Wiener ist mit 21 Jahren „big in business“. Die renommiertesten Designer, von Armani bis Zegna, lieben ihn.

KURIER: Patrick Kafka, Sie haben einen klingenden Nachnamen. Sind Sie mit dem bekannten Schriftsteller verwandt?

Patrick Kafka: Franz Kafka kennt man überall auf der Welt und ich werde immer wieder nach ihm gefragt. Sogar in Bangkok. Aber verwandt sind wir nicht.

Sie haben mit 17 Jahren den Supermodel Contest gewonnen, wurden bei Wiener Models unter Vertrag genommen und konnten sofort durchstarten. Wie ist das so?

Das war wirklich verrückt. Mein allererster Job war gleich eine Kampagne für Abercrombie & Fitch, fotografiert von Bruce Weber. Danach folgten Ralph Lauren und Trussardi. Ich hatte einen guten Start.

Mittlerweile bereisen Sie die Welt und laufen für die besten Modeschöpfer. Ist der Druck, die Konkurrenz genau so spürbar wie unter den weiblichen Kolleginnen?

Gar nicht. Bei den Mädchen ist es extrem. Sie fangen mit ca. 13 Jahren mit dem Modeln an und hören mit etwa 24 Jahren auf. Wir Burschen können den Job bis 50 machen. Wir sind gechillt, trinken nach der Show ein Bier oder gehen Fußball spielen.

Gar kein Neid untereinander?

Der hat die besseren Bauchmuskeln, deswegen mag ich ihn nicht – so etwas gibt es bei uns nicht. Es spornt uns eher an, noch mehr zu trainieren.

Was halten Sie von TV-Casting-Shows? Realitätsnah oder -fern?

Das ist für mich Kabarett, ein Spiel mit Klischees, übertrieben. Da geht es um Einschaltquoten.

Es gibt also keine Dramen wegen zu kleiner Schuhe?

Ich habe Schuhgröße 45 und musste für einen Job zwölf Stunden lang italienische Lederschuhe in Größe 41 tragen. Als Profi muss man die Zähne zusammenbeißen. Es bringt dich nicht um, nur Blasen an den Füßen.

Sie fahren professionell Motocross-Rennen. Haben Sie keine Angst um Ihr Gesicht?

Klar habe ich Angst um mein Gesicht und deswegen mit 16 Jahren aufgehört. Ich hatte bereits einen Schlüsselbeinbruch. Diesen Ausfall kann ich mir jetzt beim Modeln nicht leisten.

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