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16.01.2018

Anfeindungen gegen Noah: Jetzt spricht Babs Becker

Barbara Becker äußerte sich nun zu den rassistischen Anfeindungen gegen ihren Sohn Noah Becker.

Nachdem ihr Sohn Noah Becker (23) auf dem offiziellen Twitter-Account von AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier Anfang Jänner als "kleiner Halbneger" beleidigt wurde, nahm nun Barbara Becker im Gespräch mit der Zeitschrift Bunte Stellung zu den rassistischen Anfeindungen.

Barbara Becker über Rassismus

Bereits gegenüber RTL hatte sie erklärt, sie sei beeindruckt, wie souverän ihr Sohn mit der Situation umgegangen ist. Nun erzählte die in Miami lebende Designerin aus Baden-Württemberg mit schottisch-afrikanischen Wurzeln über ihre eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung.

"Rassismus gab es immer", so Barbara Becker. "Ich kenne keinen Schwarzen in meinem Umkreis, und egal ob es Rockstars, Schauspieler oder ganz normale Leute sind, die nicht schon mal mit Rassismus zu tun hatten und das gab es auch schon, als ich klein war und meine Mutter 1966 zwei schwarze Kinder hatte."

Boris Becker leitete gegen die öffentlichen Anfeindungen umgehend rechtliche Schritte ein. "Als Eltern möchte man beschützen. Aber man sieht es ja, es ist ein weltweites Problem. Das schöne an der Diskussion ist, dass wir darüber reden; dass man so viel Solidarität und Unterstützung in Deutschland spürt", kommentierte Barbara Becker nun das Vorgehen ihres Ex-Mannes.

Sie weiß, dass Noah aufgrund seines berühmten Nachnamens privilegiert ist. Die Anfeindungen gegen ihren Sohn nutzt Barbara Becker, um auch jenen eine Stimme zu geben, die sonst nicht gehört werden.

"Viele Leute haben einfach den Luxus nicht, dass man es unter den Teppich kehrt." Viele werden "tagtäglich diskriminiert und angefeindet". Deshalb sei es auch so wichtig, "dass Leute die nicht direkt betroffen sind, sich auch angesprochen fühlen und Empathie zeigen", so die 51-Jährige.

Noah Becker selbst hatte sich gegenüber Vice zu den Anfeindungen geäußert: "Den Menschen mit Hass müssen wir einfach Liebe geben und noch mehr Liebe – bis ihr Gehirn voll damit ist." Seine Mutter Barbara sei für ihn ein Idol: "Auch für meine Mutter war das nicht einfach, wenn Leute auf der Straße über sie geredet haben. Sie war stark, sie war ein Vorbild für mich."