Moderatorin Bärbel Schäfer erlitt Fehlgeburt nach dem 4. Monat
Bärbel Schäfer
Journalistin Bärbel Schäfer hatte eine Fehlgeburt nach dem vierten Schwangerschaftsmonat, erzählt sie im Podcast "Glow Up Your Life" von Moderatorin Katja Burkard im Gespräch über Familiengründung. Im Rahmen einer Routineuntersuchung habe ein junger Assistenzarzt damals plötzlich "ein sonderbares Verhalten" gezeigt, wie Schäfer sagt. "Er war auf einmal völlig hektisch, wechselte die Gesichtsfarbe und rannte raus", schildert sie den Moment. "Diese Minuten waren so unangenehm." Sie habe zwar nicht jahrelang getrauert, frage sich aber ab und zu, wie alt das Kind heute wäre.
Bis sie zum ersten Mal einen Kinderwunsch verspürte, "hat es ziemlich lange gedauert", so Schäfer, die bei RTL mit ihrer täglichen Talkshow ("Bärbel Schäfer", 1995 bis 2002) sehr bekannt wurde, Bücher schreibt und im Hessischen Rundfunk einen beliebten Radio-Talk präsentiert ("Der Sonntagstalk"). Sie habe lange gebraucht, einen Mann zu finden, mit dem sie sich das vorstellen konnte, einen tollen Job und guten Freundeskreis gehabt. "Wir waren immer in so einem prallen Leben, dass ich immer dachte, wie soll ich das mit Spielplatz und stillen einbauen, ich konnte mir das nicht vorstellen."
Erster Sohn kam 2005, zweiter 2008
Seit 2004 ist Schäfer mit dem Moderator Michel Friedman verheiratet. Das Geheimnis einer guten Ehe liegt für Schäfer in der Kommunikation. "Wenn man nicht in Verbindung bleibt, dann verliert man sich als Paar", sagte sie 2018 den Zeitungen der VRM Medien. Viele Menschen redeten mit ihren Kollegen mehr als mit dem eigenen Partner. "Dabei ist es so wichtig zu fragen: Wie geht es dir? Es ist wichtig, im Austausch zu sein, bei Gefühlen, bei Verletzungen, bei Dingen, die nicht gut klappen im Leben", so Schäfer damals. Friedman sei "einer der liebevollsten Ehemänner, den man sich vorstellen kann".
Ihr erstes gemeinsames Kind, Sohn Samuel, wurde 2005 geboren. Schäfer war da 41 Jahre alt. Der zweite Sohn Oscar folgte 2008. "Es stellt einiges auf den Kopf. Man hat immer so ein Dauergrinsen auf dem Gesicht und ist total glücklich", sagte Schäfer damals in einem Interview. Auch Friedman hatte sich als junger Vater begeistert gezeigt: "Meine kleine Familie hat mein Leben total umgekrempelt." Er genieße jede Sekunde und versuche, so oft wie möglich zu Hause zu sein, sagte er zu jener Zeit.
Das Alter habe für sie damals keine Rolle gespielt, so Schäfer jetzt im Gespräch mit Burkard. Heute denke sie schon: "Die machen jetzt Abi, der eine studiert. Wird man all das noch erleben, was Eltern erleben, die früh Kinder bekommen haben? Die Hochzeit, die Enkelkinder (...)."
Trotzdem ist die Entscheidung für ein Kind in den 40ern für sie nichts Ungewöhnliches: "Wir sind top ausgebildet, kommen rein in den Job und brauchen etwas Zeit, um uns zu etablieren (...). Ich glaube, viele von uns arbeiten erst einmal und versuchen sich zu festigen (...) um dann auszusteigen und beim Wiedereinstieg eine bestimmte Position zu haben. Viele Frauen würden Einkommen, Gehaltsklasse, ihre Position verlieren, wenn das erste Kind komme. Schäfer: "Ich glaube, dass es daran liegt." Sie kenne viele Frauen, die mit "Ende 30, Anfang 40" Kinder bekommen.
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