Die Kultserie "Miami Vice" will Vin Diesel neu verfilmen. Altstar Don Johnson hat genügend andere Sachen zu tun. Aber wie steht es um Philip Michael Thomas?
Die Krimiserie "Miami Vice" machte Don Johnson in den 80ern zum Star, er machte gegelte Haare, weiße Anzüge und Loafer ohne Socken zur Mode. Jetzt will Schauspieler Vin Diesel als Produzent gemeinsam mit NBC die Kultproduktion neu verfilmen. Wer die Hauptrollen übernehmen soll ist allerdings noch offen.
Johnson und sein Partner Philip Michael Thomas werden wohl nicht mit von der Partie sein und die coolen Cops Crockett und Tubbs geben - die Herrschaften sind fast 70. Während der Dreharbeiten in den 80er Jahren benahm sich aber vor allem Johnson wie sein Alter Ego: Es gab jede Menge Frauen, Drogen und ein bisschen Popmusik.
Grund genug, um einmal nachzufragen, wie das Leben von Johnson verlaufen ist und was er jetzt macht: Der 67-Jährige sagte vor einigen Jahren, er habe den eigenen Ruhm überlebt.
Eine Highschool-Lehrerin erkannte Johnsons schauspielerisches Talent und verhalf ihm zu einem Universitätsstipendium. Theaterstücke und Fernsehfilme waren der Beginn seiner Karriere, aber Drogen und Alkohol machten ihn zu unzuverlässig für größere Engagements.
Sein "Lebensretter" sei 1982 sein Sohn Jesse gewesen. Als der verkaterte Vater nach einem von vielen durchzechten Wochenenden heimkehrte, habe ihm der entsetzte Blick in den Augen des neun Monate alten Jungen klar gemacht, dass er sich ändern musste. Johnson ging in Therapie und wurde abstinent - vorübergehend.
Mit Miami Vice kam der schauspielerische Durchbruch. Als Polizist Sonny Crockett, der undercover gegen Drogenbosse ermittelte, spielte Don Johnson sich in die Herzen eines weltweiten Publikums.
Ab 1996 spielte er die Hauptrolle "Nash Bridges" in der gleichnamigen Serie.
Gleichzeitig mit dem Erfolg kam aber auch die Sucht zurück. "Ich musste mich wieder ein paar Jahre mit Drogen, Alkohol und gescheiterten Beziehungen quälen", sagt Johnson.
So legendär wie seine TV-Rollen ist auch seine Liebe zu Melanie Griffith. Als er 22 Jahre alt war, lernte er die damals 14-jährige Melanie Griffith kennen, zwei Jahre später lebten sie zusammen, weitere drei Jahre später heirateten sie und trennten sich wieder.
Es sei selten, dass er ein Drehbuch über die zehnte Seite hinaus lese. Aber vor allem in den letzten Jahren arbeitet er wieder mehr. Brillieren konnte er in Quentin Tarantinos "Django Unchained", auch in die "Die Schadenfreundinnen"war er zu sehen und ...
... 2015 bekam er sogar seine eigene Serie mit "Blood & Oil". Allerdings war schon nach 10 Folgen wegen schlechten Quoten Schluss. Kürzlich wurde er für die Serie "Sick Note" engagiert und noch in diesem Jahr ist er in dem Kinofilm "Brawl in Cell Block 99" mit Vince Vaughn zu sehen... Läuft also bei Johnson.
Im Gegensatz zu seinem alten Kollegen Philip Michael Thomas. Er spielte nach "Miami Vice" nur noch in Flops mit, versuchte sich dann erfolglos mit verschiednen Firmen und hat nun elf Kinder von fünf Frauen zu ernähren.
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