Maria Happel mit ihren Kindern 10.12.2012, Wien, Akademietheater, Buchpräsentation

© RGE-PRESS/ECKHARTER /Eckharter Rainer

Biografie
12/12/2012

Maria Happel: Köstliche Anekdoten, viel Privates

In ihrer Biografie „Das Schnitzel ist umbesetzt“ schreibt Maria Happel auch von ihrer Familie.

von Marion Hauser

N atürlich ging eine ganz besondere Zahl am Geburtstags­kuchen der Idee, eine Biografie zu schreiben, voraus. Der Burg-Star wurde 50. Wochen zuvor schlugen sowohl Hormone im Körper als auch Buchstaben am Computer Purzelbäume. Aber jetzt ist die Happel „wieder bei null, jetzt geht’s wieder“, verrät sie im Interview.

„Das Schnitzel ist umbesetzt“(Amalthea) heißt also ihr Buch. Maria Happel : „Ich bin nicht das Schnitzel, das ist in dem Fall ein Kollege und ich war bei vielen Umbesetzungen dieses wichtigen Spiel-Partners dabei.“ Es geht um Thomas Bernhards Stück „Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese“, in dem eine Flasche Gumpoldskirchner und zwei Schnitzel konsumiert werden.“ Maria ist eine Art Conférencière, und als das Stück in die Schweiz ging, ging sie unter die Gesetzesbrecher: „Der Peymann spielt ja am Bodensee nicht mit irgendeinem Schnitzel, also musste ich das Original (von Figlmüller) über die Grenze schmuggeln. Aber es haben Schauspielerinnen für ihre Regisseure schon ganz andere Dinge getan.“

Ihr Lachen ist ansteckend, wenn sie lustige Geschichten erzählt, und ihre traurigen Erinnerungen sind es auch: „Manchmal wurde es so düster, dass ich den Computer wochenlang abgedreht oder ganze Kapitel gelöscht habe.“ Dann, wenn sie beispielsweise von ihrer Schwester Evi schreibt, die als Baby erkrankte und fortan taubstumm blieb. Aber all das macht diese Bühnen-Ausnahme-Erscheinung eben aus: „Ich fragte mich natürlich schon, wen interessiert das alles überhaupt, oder wen geht das etwas an?“

Im „Schnitzel“ erfährt man auch die private Seite der Happel. Die Liebesgeschichte zu Ehemann (und Kollege) Dirk Nocker , die Ankunft ihrer Töchter Paula (15), „die hoffentlich noch nicht zu bald flügge wird“, und Annemarie (10), die von Kindesbeinen an den Beruf der Mutter aufgesogen haben: „Man könnte es nicht aufhalten, wenn auch sie in diese Richtung tendieren.“
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