Stars 05.02.2018

Maria Großbauer im Interview: Sinatra als Wunschgast

Maria Großbauer mit ihrem Mann © Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Opernball-Lady Maria Großbauer stellt sich dem KURIER.at-Talk.

Warum eigentlich interessieren sich jedes Jahr so viele Menschen für den Opernball?" wollte die stellvertretende KURIER-Chefredakteurin Martina Salomon von Opernball-Organisatorin Maria Großbauer (37) wissen.

"Der Opernball hat eine große Tradition. Der gehört schon fast zur Kultur dazu bei uns. Der erste Opernball war ja noch zur Kaiserzeit. Und ich glaube, das schwingt auch immer noch ein bisschen mit. Es ist einfach ein schönes Fest, es geht um die Schönheit, um die Kunst. Auch wenn nicht jeder Gast weltberühmt ist, darum geht es gar nicht."

Wenn sich Großbauer allerdings einen Gast für den Ball der Bälle wünschen könnte, wäre das Entertainerlegende Frank Sinatra. "Aber der lebt leider nicht mehr."

Maria Großbauer
Interview der Organisatorin des Wiener Opernballs, Maria Großbauer © Bild: Kurier/Juerg Christandl

Apropos Gast: Als Tochter eines Wiener Philharmonikers könnte man meinen, dass die First Lady des Opernballs diesen schon sehr früh besucht hätte. Dem war aber nicht so, wie sie dem KURIER erzählte: "Es war nicht so lange her. Ich war erst ungefähr drei oder vier Mal beim Ball, bevor ich die Organisation übernommen habe. Das war so ungefähr vor sechs, sieben Jahren."

Und so wie es derzeit aussieht, wird Maria Großbauer den Ball noch zweimal organisieren: "Ich werde es so lange machen, so lange Dominique Meyer Staatsoperndirektor ist." Und dieser übergibt ja bekanntlich mit 1. September 2020 an seinen Nachfolger Bogdan Roščić.

Kein Druck

Vergleiche mit ihren Vorgängerinnen wie Lotte Tobisch, Elisabeth Gürtler oder Desirée Treichl-Stürgkh machen Großbauer aber nicht etwa Druck: "Es ist mir eigentlich egal, muss ich ehrlicherweise sagen. Der Opernball hat sich ja entwickelt und aufgebaut, und irgendjemand musste mal die Bühnenlogen bauen zum Beispiel, irgendjemand musste die Gerüste bauen lassen, wo jetzt die Blumen dranhängen. Das sind Dinge, auf denen ich aufbauen kann. Und einige Errungenschaften lässt sie auch gerne so sein wie sie sind. "Einen Logenplan zu verändern, ist wie Tetris mit versteckten Sprengkörpern."

Goldene Ballerinas

Eine Änderung speziell für die Damen nahm die Opernball-Lady aber doch vor: "Es gibt 2000 Paar goldene Ballerinas von Humanic, die zur freien Entnahme stehen. Wir kennen das alle. Wir wollen natürlich schön sein und hohe Schuhe anziehen, aber irgendwann tut es natürlich wahnsinnig weh. Wir jammern selbst, unsere Begleitung hört das auch, und so kann man dann vielleicht um zwei Uhr umsteigen in die flachen Ballerina. Und da kann man dann sicher noch bis zum Schluss weitertanzen."

Das ganze Interview:

( kurier.at ) Erstellt am 05.02.2018