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Lindsey Vonns Knöchel nach Olympia-Sturz noch gebrochen: „Gehen fällt mir sehr schwer“

US-Skistar Lindsey Vonn hatte bei einem Unfall bei den Olympischen Spielen komplexe Frakturen erlitten. Die Reha sei ein „langsamer Prozess“, verriet sie jetzt.
Lindsey Vonn posiert vor einem ESPY-Hintergrund in einem ärmellosen, mit Pailletten besetzten Kleid.

Bei einem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt 2026 hatte sich Lindsey Vonn komplexe Frakturen zugezogen. Neben einer Knie- und Unterschenkelverletzung brach sie sich zusätzlich den rechten Knöchel. Zeitweise war sie auf einen Rollstuhl und auf Krücken angewiesen. Die Sportlerin kämpft sich wacker zurück, befindet sich aber weiterhin im Rehabilitationsprozess, wie sie nun verriet. Und der scheint sich noch mühsamer zu gestalten als angenommen.

Lindsey Vonn gibt nach Olympia-Sturz Gesundheitsupdate

Auf dem roten Teppich einer Sportpreis-Verleihung in New York City verriet die 41-jährige Skifahrerin am 15. Juli gegenüber People, dass ihr Heilungsprozess zwar Fortschritte mache, aber noch nicht abgeschlossen sei.

„Es ist ein sehr langsamer Prozess“, sagte Vonn. „Ich kann seit fünf Monaten nicht mehr richtig ins Fitnessstudio gehen. Und Gehen fällt mir immer noch sehr schwer. Mein Knöchel ist immer noch gebrochen.“

„Ich war so lange im Rollstuhl, so lange auf Krücken“, erzählte Vonn und fügte hinzu: „Ehrlich gesagt konnte ich fast dreieinhalb Monate lang nicht ohne Hilfe gehen. Ich war sehr emotional, als ich es endlich wieder alleine konnte.“

Zuvor hatte die US-Amerikanerin in einem Instagram-Video auf ihren fünfmonatigen Genesungsprozess zurückgeblickt. Darin teilte sie Aufnahmen ihrer Fortschritte beim Stehen und schließlich beim Kniebeugen-Machen.

„Ich wusste, dass ich es eines Tages schaffen würde, nur nicht, wie lange es dauern würde“, schrieb sie dazu. „Es hat fünf Monate gedauert, aber ich bin endlich da! Es ist noch ein langer Weg, aber meine Kraft kommt zurück (vielleicht mental noch mehr als körperlich, aber das ist ja nichts Schlechtes ;).“

„Ich schrie aus voller Kehle“

Rund sechs Wochen nach ihrem verhängnisvollen Unfall bei den Olympischen Winterspielen in Italien hatte Vonn im März dieses Jahres erstmals detailliert über den Sturz und die dramatischen Stunden danach gesprochen. „Ich hatte so extreme Schmerzen“, erzählte sie damals dem Magazin Vanity Fair. Während sie in einem Computertomographen lag, hätten die Schmerzmittel plötzlich nicht mehr gewirkt. „Ich schrie aus voller Kehle: Holt mich hier raus! Es wollte einfach nicht nachlassen. Es hörte nicht auf. Das hat sich mir tief ins Gehirn eingebrannt.“

Der US-Teamarzt Tom Hackett begleitete die Skirennfahrerin in die Klinik, wo sich die Lage wenige Stunden nach der ersten Operation verschlechterte.

Bei der Sportlerin entwickelte sich ein sogenanntes Kompartmentsyndrom. Das bedeutet, dass der Druck im Gewebe rund um die Verletzung extrem ansteigt. Das könne man sich vorstellen wie „Hot Dogs oder Bratwürstchen auf dem Grill“, schilderte Hackett in dem Magazin. „Sie schwellen immer mehr an. Und irgendwann platzen sie.“ Mit einer Not-OP schafften Hackett und andere kurzfristig herbeigerufene Ärzte es dann, den Druck zu lindern und schwere Schäden am Bein oder gar eine Amputation zu verhindern. Nachdem sie ein Rettungsflieger in die USA gebracht hatte, wurde der Bruch ein viertes Mal operiert. Erst danach konnte Vonn in ihr Haus in Park City im Bundesstaat Utah zurückkehren, wo sie mit der Reha begann.

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