Die britische Schauspielerin Lashana Lynch ist bekannt aus "Captain Marvel".

© REUTERS/GILBERT BELLAMY

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03/07/2020

Lashana Lynch über starke Frauenrollen und James Bond

Lynch verkörpert Agentin Nomi im neuen Bond-Abenteuer. "007" sollte sich ihrer Ansicht nach auch in #MeToo-Zeiten treu bleiben.

Im kommenden James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" spielt die Britin Lashana Lynch an der Seite von Daniel Craig die Geheimagentin Nomi, die dem Platzhirsch Konkurrenz macht. Mit ihrer Rolle wolle sie "Frauen aller Generationen ermutigen", sagte die 32-Jährige der dpa in London.

Dass Frauen in früheren Bond-Filmen nur hübsche Bettgefährtinnen des Agenten waren, findet Lynch allerdings nicht. "Es gibt viele sehr starke weibliche Rollen in der Reihe", sagte sie. "Wir wollten, dass Nomi das fortsetzt."

Keine #MeToo-Version von Bond

"Keine Zeit zu sterben" (im Original: "No time to die") ist der erste James-Bond-Film in der #MeToo-Ära. Der smarte Geheimagent soll sich laut Lynch aber treu bleiben. "Eine '#MeToo-Version' von James Bond - ich glaube, das gibt es nicht", sagte sie. "Er kann genau derselbe bleiben. Aber er reagiert zwangsläufig anders, weil die Frauen, mit denen er zu tun hat, ihn geistig und körperlich herausfordern." Vor allem dank Produzentin Barbara Broccoli habe sich der Charakter längst so entwickelt, "dass er empfänglicher für die Welt ist, in der wir die letzten fünf bis zehn Jahre gelebt haben".

Gerüchten zufolge soll Nomi in dem Agententhriller sogar die berühmte Nummer 007 bekommen. Denn Bond befindet sich zu Beginn des Films im Ruhestand. Lynch verrät dazu nichts. "Mir gefällt die Geheimhaltung", sagt sie. "Eigentlich genieße ich das sogar."

Kinostart verschoben

Bis "Keine Zeit zu sterben" ins Kino kommt, müssen sich die Fans nun allerdings noch länger gedulden als geplant. Gerade erst wurde der Filmstart vom 2. April auf den 12. November verschoben. Die Entscheidung sei "nach sorgfältiger Überlegung und gründlicher Bewertung des weltweiten Kinomarktes" gefallen, teilten die Produzenten mit. Laut britischen Medien ist der Schritt eine Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie, die unter anderem den wichtigen asiatischen Kinomarkt lahmgelegt habe.

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