Krebsbehandlung für künstliche Befruchtung unterbrochen: Minogues Kampf, Mutter zu werden
Kylie Minogue
2005 wurde bei Sängerin Kylie Minogue Brustkrebs diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt war die Australierin 36 Jahre alt. 2006 wurde bekannt gegeben, dass sie die Behandlung abgeschlossen habe und die Krankheit nach der OP "nicht wieder aufgetreten" sei.
Was die Öffentlichkeit bisher nicht wusste: Der Krebs kam wieder. In ihrer neuen dreiteiligen Doku "Kylie" enthüllt der Popstar, 2021 ein zweites Mal an der Brust operiert worden zu sein, aber bewusst darüber geschwiegen zu haben.
Minogue unterbrach Krebsbehandlung für künstliche Befruchtung
In der Dokumentation kommt die Sängerin auch auf ihren unerfüllten Kinderwunsch zu sprechen, den sie in der Vergangenheit schon öfter thematisiert hatte.
Wie verzweifelt sie sich nach einem eigenen Kind sehnte, wird aber erst in "Kylie" klar. Darin erzählt die Musikerin, 2005 ihre Chemotherapie unterbrochen zu haben, um mehrere In-vitro-Fertilisations-Behandlungen zu durchlaufen. Dabei handelt es sich um eine Methode der künstlichen Befruchtung, bei der Eizellen außerhalb des Körpers in einer Laborschale ("im Reagenzglas") befruchtet werden.
Ihre Hoffnung auf ein Kind schwand jedoch, als ihre Krebsbehandlung ihre Chancen auf eine natürliche Schwangerschaft erheblich beeinträchtigte.
Herzzerreißend ehrlich schildert Minogue, wie ihre Hoffnung auf eine eigene Familie zerbrach.
Sie habe es "ein paar Mal" mit künstlicher Befruchtung versucht, immer "mit einem kleinen Funken Hoffnung", berichtet Minogue. "Wenn es geklappt hätte, wäre es fast ein Wunder gewesen. Aber so sollte es nicht sein", so die Musikerin. "Ich war 36, als ich die Diagnose bekam, da muss man schon an Kinder denken."
"Also habe ich es versucht, ich habe sogar meine Chemotherapie verschoben, um es zu versuchen, was damals ziemlich beängstigend war, weil man es einfach nur loswerden will", sagte sie in Bezug auf ihre Krebserkrankung.
Emotionaler Brief an ungeborenes Kind
In emotionalen Szenen las Minogue auch einen Brief vor, den sie während der Behandlung an ihr zukünftiges Kind geschrieben hatte. "Mein fernes Kind, meine Blume, wehst du im Wind? Kannst du mich spüren, wie ich dir Leben einhauche?", schrieb die Sängerin damals. "Eingehüllt in eine Decke der Hoffnung, schlafend in einem Bett der Träume, ist mein Schritt in die Ewigkeit nicht das, was er hätte sein können, oder gar nicht, denn wer weiß schon, wohin der Wind wehen wird."
Kylie Minogue hatte 2016 für Schlagzeilen gesorgt, als sie zu wiederkehrenden Fragen, ob sie eine Familie plane, im Interview mit dem Sunday Times Magazine Stellung nahm. "Glaubt mir, irgendwann möchte man schreien, wenn jemand sagt: 'Es gibt doch so viele Möglichkeiten.' Natürlich ist es toll, dass es Möglichkeiten gibt. Wunderbar! Aber wenn man mit all den anderen Dingen zu kämpfen hat und einem Dinge genommen werden, die man für selbstverständlich hielt, dann denkt man sich: Ja, es gibt Möglichkeiten, aber …", stellte sie damals klar - ohne ihre privaten Kämpfe publik zu machen.
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