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11/14/2020

Königlich eigenartig: Die 6 verschrobendsten Marotten von Prinz Charles

Er setzt sich für umweltfreundliche Landwirtschaft ein, ist ein Architektur- und Pflanzenliebhaber und hat Angst vor Scheidungen: Charles, der ungewöhnliche Thronfolger, wird heute 72.

In einem Alter, in dem andere schon längst in Pension sind, bleibt Prinz Charles im Wartestand. Sein größter "Karriereschritt", nämlich der auf den Thron, steht im noch bevor. Charles ist ein in vielerlei Hinsicht ziemlich ungewöhnlicher Thronfolger: Er setzt sich nicht nur für umweltfreundliche Landwirtschaft ein, sondern ist auch ein leidenschaftlicher Klimaschützer, ein Kämpfer für die Menschenrechte, ein Architektur-Freak, der mit seinem Sturkopf so manches moderne Bauprojekt verhinderte, und er malt gern Aquarelle. Und das ist längst nicht alles, was es über den 72-Jährigen zu wissen gibt. Auch die ein oder andere witzige Marotte ist über ihn bekannt.

Prinz Charles und seine Eigenheiten

Charles hat Angst vor Scheidungen

Prinz Charles hatte schon als Junggeselle einen Horror vor Scheidungen. Dies geht aus einem Brief hervor, den der britische Thronfolger ein Jahr vor seiner Heirat mit Lady Di an eine Empfangsdame des britischen Konsulats in Kanada schrieb und der 2015 zum Verkauf stand. In dem handgeschriebenen Brief versuchte Charles, Janet Jenkins über ihre Scheidung kurz nach der Hochzeit hinwegzutrösten. "Gott sei Dank haben Sie den Fehler früh genug entdeckt und keine Familie gegründet", heißt es in dem siebenseitigen Schreiben.

Charles hat Angst vor Scheidungen

"Eine Familie zu gründen und einen Fehler wie diesen zu begehen ist ganz ehrlich etwas, das mich zutiefst beunruhigt", schreibt der Kronprinz weiter und fügt ironisch hinzu: Deshalb sei er überzeugt, dass seine "Lösung, ein Mädchen aus jedem Land des Commonwealth zu heiraten, die beste" sei. Er versicherte Jenkins, künftig dafür zu sorgen, dass sie rechtzeitig gewarnt werde, "was auch immer geschieht". Janet Jenkins hatte Prinz Charles nach eigenen Angaben im Jahr 1975 kennengelernt, als dieser Montreal besuchte. Den Brief, einen von insgesamt sechs Schreiben des Prinzen, verkaufte sie später an die US-Sammlerin Alicia Carroll, wie die Spezialistin für Memorabilia des britischen Königshauses berichtete. Sie verlangt für ihn 3.900 Dollar (3.500 Euro).

Charles sorgt sich um seine Pflanzen

Prinz Charles hat nicht nur einen Diener, der ihm die Zahnpasta auf die Bürste drückt, sondern auch eine persönliche Blumenarrangeurin. Eine eigene Vollzeit-Floristin, das sei einzigartig, auch wenn Stars wie Elton John ein ähnlich extravagantes Blumenfaible hätten, berichtete die "Mail on Sunday" im Jahr 2008.

Charles sorgt sich um seine Pflanzen

Das von royalen Insidern auf mindestens 30.000 Pfund (38.000 Euro) geschätzte Jahreseinkommen seiner damaligen Floristin Sarah Champier-Lowe bezahle Charles aus seiner Privatkasse. Am liebsten würde sie abends mit dem "Boss", wie Champier-Lowe den Prinzen respektvoll nennt, bei einem Glas Apfelwein in Highgrove sitzen und Leonard Cohen hören, den auch Charles schätze, hieß es damals.

Apropos Pflanzen..

Prinz Charles, der schon in der Vergangenheit übersinnlicher Neigungen verdächtigt wurde, spricht auch mit seinen Pflanzen. Diese Enthüllung wurde vom Prince of Wales Ende der 80er-Jahre in einer Fernsehsendung gemacht, die das öffentliche und private Leben von Charles und und seiner damaligen Frau Prinzessin Diana den königlichen Untertanen näherbringen sollte. "Ich gehe einfach hin und spreche mit den Pflanzen. Das ist sehr wichtig für sie", erklärte der Prinz den Zuschauern bei einem Rundgang durch den Garten seines Landsitzes Highgrove in der Grafschaft Gloucestershire.

Die Sache mit den Eiern

Die Liste der mutmaßlichen Eigenheiten des britischen Thronfolgers Prinz Charles wird noch ein Stückchen länger: Angeblich lässt er sich von seiner Küche bis zu sieben unterschiedlich lange gekochte Eier vorsetzen, um dann nach der Methode Köpfen und Testen das Idealei zu ermitteln. Die Eier-Eigenart des Prinzen enthüllte der renommierte britische TV-Moderator und Autor Jeremy Paxman 2006 in seinem Buch "On Royalty". Paxman will die Abneigung des Prinzen gegen zu weich sowie zu hart gekochte Eier und dessen Methode, damit umzugehen, aus informierten Kreisen haben.

Die Sache mit den Eiern

Eine Sprecherin des Prinzen lehnte damals jeden Kommentar ab. Bei der Eierfrage handele es sich um "eine persönliche Angelegenheit", zu der man nicht Stellung nehmen könne.

Der Ärger wegen des Kaffee-Einlaufs

Weil sich Prinz Charles 2004 für tägliche Kaffee-Einläufe als wirkungsvolles Mittel gegen Krebs ausgesprochen hat, sind ihm von einem führenden Krebsspezialisten öffentlich die Leviten gelesen worden. Professor Michael Baum von der Universität London bezichtigte den Prinzen damals in einem offenen Brief im Fachmagazin "British Medical Journal" des Machtmissbrauchs und sprach ihm jeden medizinischen Sachverstand ab.

Der Ärger wegen des Kaffee-Einlaufs

Prinz Charles hatte in einer öffentlichen Rede über eine von den Ärzten bereits aufgegebene Krebspatientin berichtet, die genesen sei, nachdem sie die Gerson Diät ausprobiert hatte - eine Diät, die viel Gemüse und tägliche Kaffee-Einläufe propagiert. Der Prinz setzt sich seit mehr als 30 Jahren für alternative Heilmethoden ein.

Charles' Abneigung gegen moderne Architektur

Immer wieder hatte Prinz Charles moderne Architekten angegriffen - vor rund 30 Jahren gar mit einem eigenen Buch. In dem Werk mit dem Titel "A Vision of Britain" (Eine Vision von Großbritannien) schrieb der Thronfolger unter anderem: "Die modischen Architektur-Theorien der fünfziger und sechziger Jahre haben deformierte Monster hervorgebracht, die unsere Städte, Dörfer und Landschaft heimsuchen. Als Folge von 30 Jahren des Experimentierens mit revolutionären Baustoffen und neuen Ideen, des Überbordwerfens aller traditionellen Regeln und mit der Theorie, dass der Mensch eine Maschine ist, sind wir zu Frankensteins Monstern gekommen, die weitgehend ungeliebt sind, außer von den Professoren, die sie in Labors ausgebrütet haben."

Charles' Abneigung gegen moderne Architektur

Eine Gruppe damals führender britischer Architekten, unter ihnen Richard Rogers, der Schöpfer des Centre Pompidou, schlug in einem im britischen Fernsehen ausgestrahlen Film zurück. Sie meinten, Charles sei besessen, kurzsichtig und konfus.

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