Katja Burkard: Der dramatische Grund, wieso die Star-Moderatorin lispelt
Es ist ihr zu ihrem Markenzeichen geworden: Das Lispeln gehört zu RTL-Star-Moderatorin Katja Burkard genauso dazu wie ihre gute Laune und die blonden Locken.
Doch was steckt hinter diesem sympathischen Sprachfehler? Darüber sprach die 60-Jährige jetzt mit der deutschen Zeitung Bild.
Schwerer Autounfall mit Mitte 20
Burkard führt ihr Lispeln auf ein dramatisches Erlebnis zurück – nämlich einen Autounfall in jungen Jahren. Der hatte nicht nur das Lispeln, sondern auch einen Tinnitus zur Folge.
"Ich habe irgendwann mit Mitte 20 einen Autounfall gehabt und einen Tinnitus davon bekommen", erzählt Burkard im Bild-Interview. Der Unfall geschah in Italien, als sie mit ihrem damaligen Partner unterwegs war. "Wir haben bei Aquaplaning einen Unfall gehabt. Ganz schlimm. Uns ist zum Glück nichts passiert, aber ich bin im Schock draußen rumgelaufen, habe die Trümmerteile eingesammelt", erinnert sie sich. Inmitten des Chaos habe ihr damaliger Freund, der Arzt war, ihr schließlich Valium gespritzt, "weil ich mich nicht beruhigen konnte, da der Tinnitus nicht wegging".
Burkard über Lispeln: "Ich habe es nicht gehört"
Doch der Tinnitus war nicht die einzige Langzeitfolge des Unfalls, auch das Lispeln führt Burkard auf dieses dramatische Ereignis in ihrer Vergangenheit zurück. Als TV-Moderatorin stellte sie dieser Makel zunächst vor große Herausforderungen. "Das ist eigentlich auch erst aufgefallen, als ich moderiert habe, durch das Mikrofon", erklärt sie gegenüber Bild. Während Zuschauer und Kollegen das Lispeln sofort wahrnahmen und sie darauf aufmerksam machten, war es für Burkard selbst nicht hörbar und deshalb eine Überraschung. "Dann habe ich versucht, das mit Training wegzukriegen, aber ich habe es nicht gehört", schildert sie weiter.
Das Sprachtraining blieb ohne Erfolg, das Lispeln blieb. Burkards Sprachtrainerin gab schließlich auf. "Katja, du stresst dich so sehr damit und du hörst es ja nicht, ich weiß nicht, wie wir da arbeiten sollen", soll sie zu ihr gesagt haben. Auch ihre Vorgesetzten arrangierten sich mit dem Lispeln ihres Stars und meinten bloß zu ihr, erinnert sich Burkard: "Komm, egal." Für Burkard war dies eine Art Wendepunkt, dieser Moment des Akzeptierens habe ihr geholfen, mit der Situation Frieden zu schließen. "Und dann war es so", sagt sie rückblickend.
Tinnitus als "innere Alarmanlage"
Und der Tinnitus? Auch der ist geblieben und zu einem konstanten Begleiter geworden. Doch Burkard hat gelernt, auch damit zu leben. "Ich gehe wunderbar damit um, weil ich damals einen tollen Arzt hatte", erzählt sie der Bild. Er habe ihr von Anfang an klargemacht: "Der wird nie weggehen, versöhnen Sie sich mit dem Tinnitus, das muss Ihr Freund werden."
Heute betrachtet Burkard das Geräusch im Ohr als eine Art Warnsignal ihres Körpers, ein psychisches und physisches Stopp-Schild. "Es ist eine Art innere Alarmanlage", ist Burkard überzeugt. Wenn das Pfeifen lauter wird, weiß sie, dass es Zeit ist, sich zurückzunehmen und den Fuß runter vom Gaspedal zu nehmen. In diesen Momenten werde ihr bewusst: "Jetzt muss ich vielleicht doch noch ein Stündchen länger schlafen und mal einen Gang herunterfahren." Doch Burkard betont, sie sei mit dem Tinnitus "wirklich fein".
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