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Stars
11/22/2019

Kanye West präsentiert erste eigene Oper

"Nebuchadnezzar" soll noch diese Woche Premiere feiern - mit autobiografischer Handlung und gravierendem Recherchefehler.

Rapper, "Kirchenoberhaupt", möglicher nächster US-Präsident und nun: Opernkomponist. Kanye West (42) befindet seine eigenen Talente definitiv für vielfältig und kündigte nun an, in Bälde seine erste eigens komponierte Oper namens "Nebuchadnezzar" zu veröffentlichen.

Spiegel von Wests Weg zu "Gott"

Der Titel bezieht sich auf einen biblischen Herrscher, der von 605 bis 562 v. Chr. das babylonische Reich regierte. Der Presseaussendung zufolge ist die Handlung im "sechsten Jahrhundert" gesetzt und "erzählt Nebuchadnezzars Übergang vom bösen selbsternannten Herrscher zu einem wahren Gläubigen, der in seinem Glauben Erlösung findet."

Wem diese Geschichte in Verbindung mit Kanye West bekannt vorkommt, irrt nicht. Sie soll einen leicht autobiografischen Charakter haben und seinen eigenen Weg zum christlichen Glauben reflektieren. "West sieht diese Oper als Ausdruck seines Engagements für seinen Glauben und seine immer größer werdende musikalische Palette", heißt es in der Ankündigung weiter. Musikalisch werde sich das Werk zwischen Oper und modernem Gospel bewegen und sei ein "Versuch, eine Brücke zwischen den Kunstformen zu bilden". Zudem werde Musik aus Wests Messe, dem "Sunday Service", einfließen.

Als Regisseurin wurde Vanessa Beecroft angegeben, die vor allem für ihre "Tableaux Vivants", also lebenden Bilder, bekannt ist und ihre Performances zumeist mit einer großen Anzahl an Models inszeniert. Aufgeführt werden soll die Oper in der "Hollywood Bowl", einem Amphitheater in Los Angeles mit Platz für 17.500 Zuschauer. Die Premiere ist bereits am 24. November.

Schwerer Fehler

Auf Twitter teilte der Rapper auch das Artwork zu dem Event. Es wurde von Modefotograf und "SHOWstudio"-Gründer Nick Knight entworfen und zeigt angeblich einen goldenen Stich von König Nebuchadnezzar. Fans entdeckten hier allerdings schnell einen gravierenden Fehler: Es ist in Wahrheit nicht Nebuchadnezzar, der dort präsentiert wird, sondern der persische Eroberer Darius der Große. 

Der Kulturkritiker Joobin Bekhrad erklärte auf Twitter die wahren Ausmaße dieser Verwechslung: "Dies ist der persische Kaiser Darius der Große, der in einem Relief in Persepolis im Iran abgebildet ist. Nebuchadnezzar war ein babylonischer König, der die Juden unterdrückte - die später von Cyrus dem Großen, dem Gründer des Persischen Reiches, befreit wurden." Zu diesem Fehler äußerte sich West bis jetzt nicht.

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