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02.05.2018

Kanye West schockiert mit Aussage über Sklaverei

Kanye West gab in Interview befremdliche Aussagen über Sklaverei kund - und wird dafür auf Twitter kritisiert.

Nur wenige Tage nach seiner Liebesbekundung für Donald Trump, sorgte Kanye West jetzt mit einer kontroversen Aussage über Sklaverei für eine Kontroverse. In einem Interview mit TMZ führte der Rapper Unmut bei seinen Fans herbei, als er zu verstehen gab, dass er die systematische Versklavung von Afroamerikanern für selbstverschuldet halte.

Kritik für Sklaverei-Aussage

"Wenn du hörst, dass es die Sklaverei für 400 Jahre gab ... 400 Jahre? Das klingt nach einer Wahl", so der Ehemann von Kim Kardashian.

Was er damit meinte, führte West nicht genau aus. Er legte allerdings nahe, dass die Afroamerikaner selbst ihre Einstellung ändern müssten. "Wir befinden uns mental in einem Gefängnis", sagte West. "Ich mag das Wort 'Gefängnis', weil Sklaverei zu direkt mit der Vorstellung von Schwarzen verbunden ist. Wie Holocaust Juden bedeutet, bedeutet Sklaverei Schwarze", fügte der Rapper hinzu.

Die Aussage löste eine Welle der Empörung aus. So übte ein Mitarbeiter von TZM Kritik an Kanyes Worten: "Ich habe das Gefühl, dass du aufgehört hast, klar zu denken. Du darfst glauben, was du magst. Aber alles, was du hier gerade gesagt hast, hat in der echten Welt böse Konsequenzen. (...) Ich bin enttäuscht, ich bin entsetzt, und ich bin unglaublich verletzt durch die Tatsache, dass du dich zu etwas so Surrealem entwickelt hast."

Auch auf Twitter wird gegen West gewettert. Die Bürgerrechtsorganisation NAACP, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte von Schwarzen einsetzt, belehrte den Rapper, dass von dem Moment, als Schwarze erstmals in Amerika gelandet seien, sie gegen Sklaverei gekämpft hätten.

Viele Fans reagierten ebenfalls schockiert. Vor allem die schwarze Community zeigte sich enttäuscht. "Kanye ist wirklich gefährlich. Die von uns, die es besser wissen, wissen, dass er falsch liegt. Aber viele seiner Zuschauer tun das nicht und folgen ihm blind", twitterte unter anderem ein Follower. "Zu sagen, Sklaverei sei eine Wahl, ist nicht nur irre, sondern unsensibel, abscheulich und erniedrigend. Du deutest an, dass diese Menschen sich freiwillig und willentlich jahrhundertelang an ihrer Unterdrückung beteiligt haben", so ein anderer User.

 

Kanye rudert zurück

Der 21-fache Grammy-Gewinner versuchte nach der Ausstrahlung des Interviews seine Aussage abzuschwächen und bezeichnete diese als "einfache Ideen".

"Selbstverständlich weiß ich, dass Sklaven nicht aus freiem Willen gefesselt und auf ein Schiff gebracht wurden. Mein Punkt ist, dass wir in dieser Position verharren, obwohl wir in der Mehrzahl sind. Das bedeutet, dass wir geistig versklavt waren", stellte West nachträglich klar.

Knapp eine Woche zuvor hatte der Musiker auf Twitter seine Liebe zu Donald Trump verkündet, als er erklärte: "Man muss nicht einer Meinung mit Trump sein, aber der Mob kann mich nicht davon abhalten, ihn zu lieben" - und über den US-Präsidenten schwärmte: "Wir sind beide Drachenenergie. Er ist mein Bruder."

Im Interview mit TMZ hätte er nun über seine Sympathie für Trump sprechen sollen. Stattdessen kamen neue, kontroverse Aussagen auf den Tisch. So erzählte Kanye unter anderem auch, dass er nach einer Fettabsaugung, die er hatte machen lassen, um von seinen Fans nicht als dick bezeichnet zu werden, 2016 abhängig von Opioiden war. Die Sucht habe zu einem Zusammenbruch geführt, weswegen er seine "Pablo"“-Tournee hatte abbrechen müssen.