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12.03.2013

„Modisch bin ich wertlos“

Wieso hat man immer Profilsohlen, wenn man ins Hundstrümmerl steigt?

Ein Mann, eine Brille, ein offenes Hemd über einem (nach außen) taillierten T-Shirt, ein Sessel, eine Gitarre und, „zum 17. Mal glaub ich“, ein Solo-Kabarett.

Derart minimalistisch feiert Joesi Prokopetz (ab Mittwoch 61!) seit jeher Premieren. Wie am Montagabend im Wiener Orpheum. „Modisch bin ich wertlos“, so der „Autor mit eigenem Vortrag“ (Eigendefinition für die Steuer).

Vor 40 Jahren stand er an der Wiege des Austropop, als Wolfgang Ambros(in einer Woche 61) Joesis ernstes Gedicht „Da Hofa“ vertonte und intonierte (monatelang Nr. 1 auf Ö3). Nicht untypisch für den rauen Beute-Tiroler, den Prokopetz zum „Botschafter des Frohsinns“ adelte: Wegen einer Hüft-OP noch rekonvaleszent, schickte „da Woiferl“ kurzerhand seine Buchhalterin zu „Die Schöpfung – eine Beschwerde“. Persönlich anwesend dagegen: Christoph Fälbl, Christian Kolonovits, Alex Kristan, Hanno Pöschl und natürlich die Jahrzehnte-Liebe Joesis, Karin Fendrich(51), die der zweifache Ex-Ehemann, dreifache Vater und einfache Opa 2003 kennengelernt hatte. „Sie ist das Einzige, was mich mit Fendrich gemein macht“, sagt er (glückstrahlend) überRainhards Ex-Schwägerin.

Der menschlich intimste Künstler-Freund, der Schiffkowitz (von STS), der 2009 auch die Laudatio auf „Professor“ Prokopetz gehalten hatte, zerbog sich über dessen – sehr g’scheite – blöde Fragen wie: „Warum kriegt ma von zu viel Fett a Gallenkolik, aber von zu viel Blödsinn ka Kopfweh? Wieso hat der Mensch das Schienbein vorne, wenn er sich so selten die Wadeln anhaut? Warum darf ma Tiere schlachten, um sie zu essen, aber keine Pflanzen pflücken, um sie zu rauchen?“

Und als Krönung: „Wieso hat man immer Profilsohlen, wenn ma in s Hundstrümmerl steigt?“ Viel bejubelt: „I hab amal auf Facebook gepostet: ,Habe Brechdurchfall.‘ – Was war? 456 Leuten gefällt das.“