Garner über Opfer und Herausforderungen bei Co-Parenting mit Affleck

Jennifer Garner und Ben Affleck gaben 2015 ihre Trennung bekannt und vollzogen ihre Scheidung drei Jahre später.
Jennifer Garner

2015 hatten Jennifer Garner und Ben Affleck nach zehn Jahren Ehe ihre Trennung bekannt gegeben. Drei Jahre später wurde das Ehe-Aus amtlich vollzogen. Auch nach ihrer Trennung hatte Garner dem Vater ihrer drei Kinder den Rücken gestärkt, als dieser mit wiederkehrenden Alkoholproblemen zu kämpfen hatte. Die beiden gelten immer noch als eng befreundet - auch wenn das gemeinsame Co-Parenting mit ihrem Ex-Partner nicht ohne Herausforderungen verläuft, wie Jennifer Garner nun verriet. 

Bei einem Auftritt im Podcast "One Nightstand" sprach die Schauspielerin offen über die Opfer, die sie bei der gemeinsamen Erziehung ihrer drei Kinder, die sie mit Ben Affleck teilt, gebracht hat. Da sie und der "Batman"-Star getrennt leben, fehle ihr in ihrem eigenen Haushalt oft die Unterstützung durch Affleck als Vater - weswegen sie auch diese Rolle einnehmen muss. 

Jennifer Garner vermisst männliche Energie in ihrem Haushalt

"Wenn deine Kinder in zwei getrennten Haushalten aufwachsen, werde ich zu Mama und Papa, und er wird zu Papa und Mama", sagte Garner. "Man kann es irgendwie nicht ändern, oder? Da man nicht den Vorteil hat, dass beide Seiten, das Yin und Yang, im selben Haus leben, muss man in der Erziehung ein bisschen von beidem haben", so Garner über ihre Erfahrung als getrennt lebende Mutter. 

Das sei zwar ein Verlust, "aber man gewinnt auch etwas dabei", fügte sie hinzu. "Man lernt einfach dazu, es hat mich dazu gebracht, loszulassen und mich nicht so sehr auf die Erziehung zu konzentrieren."

Ben Affleck und Jennifer Garner hatten sich 2001 am Set von "Pearl Harbor" kennengelernt. Gefunkt hat es aber erst 2004, nach den Dreharbeiten zu "Daredevil". Die beiden Schauspieler ziehen zusammen die Kinder Violet, Seraphina und Samuel groß.

Garner und Affleck kennen sich in- und auswendig

In ihrem ersten Interview nach der Bekanntgabe der Trennung hatte Garner ihren Ex-Mann als die "Liebe ihres Lebens" bezeichnet. "Ich habe nicht den großen, fetten Filmstar geheiratet, ich habe IHN geheiratet", sagte sie 2016 gegenüber Vanity Fair. "Und ich würde zurückgehen und diese Entscheidung wieder treffen. Ich bin ihm am Strand entlang gelaufen, und ich würde es wieder tun. Man hätte sonst nicht diese drei Babys und so viel von dem haben können, was wir hatten. Er ist die Liebe meines Lebens."

Bereits damals hatte die heute 53-Jährige beteuert, wie wichtig der Zusammenhalt als Eltern selbst nach der Trennung sei. "Wir müssen uns weiterhin gegenseitig helfen, um das durchzustehen", sagte sie in Bezug auf die Scheidung. "Er ist immer noch der einzige Mensch, der wirklich die Wahrheit über die Dinge weiß. Und ich bin immer noch die einzige Person, die einige seiner Wahrheiten kennt."

"Das Schwierigste war der Verlust einer echten Partnerschaft"

Erst zu Beginn dieses Jahres hatte Garner in einem seltenen Interview darüber gesprochen, wie schwierig die Trennung von ihrem langjährigen Partner tatsächlich war. "Man muss klug einschätzen, was man verkraften kann und was nicht, und ich konnte das, was da draußen war, nicht verkraften", sagte die Schauspielerin gegenüber der Marie Claire UK, bezugnehmend auf die Schlagzeilen, die damals über sie und Affleck im Umlauf waren. "Aber das, was da draußen war, war nicht das Schwierige. Die Tatsache an sich war das Schwierige." Denn: "Das eigentliche Auseinanderbrechen einer Familie war das Schwierigste", fuhr Garner fort. "Das Schwierigste war der Verlust einer echten Partnerschaft und Freundschaft."

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