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Stars
09/27/2018

Jack Black: Ein Mann mit Kultpotenzial

Der Rock-Musiker Jack Black eroberte mit Witz und Charisma auch Hollywood im Sturm

von Elisabeth Sereda

Seine Eltern sind Raketenwissenschaftler, aber das akademische Gen vererbte sich nicht weiter. Jack Black (49) konnte als Kind weder still sitzen, noch wollte er lernen. Er fiel durch, wechselte mehrmals die Schule und entdeckte das Theater. Bei seinem ersten Auftritt führte ein damals unbekannter Tim Robbins (59) Regie. Er trieb sich mit Metalheads in Hollywood rum, gründete eine Band nach der anderen, spielte Brecht und Ionesco und fand schlussendlich Ruhm als Komiker. Nebenbei frönt er bis heute der Musik mit seiner Band Tenacious D. Im Kino ist er derzeit in „Das Haus der Geheimnisvollen Uhren zu sehen“.

KURIER: Glauben Sie an Geister?

Jack Black: Meine Frau und ich leben in einem sehr alten Haus in Los Angeles. Für Europäer ist es vermutlich nicht alt, aber für uns Amerikaner ist ein hundert Jahre alter Bau wie ein ägyptisches Grab. Meine Frau und meine Kinder behaupten, sie hätten schon Geister gesehen. Ich hab noch keine gesehen, aber ich wünschte es mir, denn damit hätte ich endlich den Beweis, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Und das würde meine gesamte Weltanschauung verbessern.

Ist das nicht schon durch Ihre Kinder passiert?

Ja, aber die sind jetzt 10 und 12, und mit Teenagern hoffst du, dass es nur ein Leben gibt! Die finden mich entsetzlich öd und sagen das auch. Früher war ich der coole Dad, jetzt gehe ich ihnen genauso auf die Nerven wie sie mir. Cool bin ich nur im Vergleich zu den Eltern ihrer Schulfreunde, aber das ist ja keine Kunst. Daheim erklären sie mir nur, dass Will Ferrell ein viel besserer Komiker ist, um mich zu ärgern.

Sie wurden mit „Schwer verliebt“ & „School of Rock“ richtig berühmt. Was sind Ihre besten Erinnerungen an diese Filme?

Gwyneth Paltrow war so witzig in „Schwer verliebt“, ich hätte das nie erwartet, und sie hat einen sehr schmutzigen Humor. Und „School of Rock“ ist mein Vermächtnis. Das war mein großer Moment, wo alle Planeten perfekt zusammenkamen, und ich mit dem für mich besten Autor arbeitete. Das war Schicksal und Glück und Perfektion.

Was macht Ihnen Angst?

Als Kind hatte ich posttraumatisches Stresssyndrom nachdem ich Alien gesehen hatte. Herzlichen Dank, Ridley Scott! Jetzt fürchte ich mich vor einem anderen Monster. Es sitzt im Weißen Haus. Und ist noch viel schrecklicher.

Was ist Ihnen lieber – Film oder Musik?

Musik wird immer meine erste Leidenschaft sein. Ich liebe es, mit Tenacious D zu touren und jetzt haben wir auch ein Filmprojekt, so eine Mischung aus „Mad Max“ und „Der Zauberer von Oz“. Wir werden es im kommenden Jahr drehen.

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