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07.08.2018

Isabel Allende: Neue Liebe nach zwei gescheiterten Ehen

Nach zwei Scheidungen hat die weltbekannte Bestellerautorin mit 76 Jahren neues Liebesglück gefunden.

Mit über 67 Millionen verkauften Büchern zählt die chilenische Autorin Isabel Allende zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen. Nun hat die 76-Jährige nicht nur ein neues Buch veröffentlicht, sondern bei dieser Gelegenheit auch verraten, dass es in ihrem Leben eine neue Liebe gibt.

Allende über neue Liebe

"Roger heißt er, ist Anwalt aus New York", erzählte die Erfolgsautorin der Welt am Sonntag. Sie habe sich verliebt, "und jetzt durchleben wir eine heiße Romanze".

Liebe im Alter sei auch nicht anders als bei Teenagern, erklärte Allende - mit einem Unterschied: Man vergeude die Zeit nicht mehr für Engstirnigkeiten und Gehässigkeiten. "Liebe im Alter ist wie ein Schrei nach Leben, sie ist sehr besonders, weil du weißt, dass der Tod nicht mehr weit entfernt ist. Er wartet auf dich. Wir sind uns der Zeit, die wir noch haben, sehr bewusst."

In ihrem neuen Buch "Ein unvergänglicher Sommer", das am 13. August erscheint, schreibt Allende über die Themen Migration und späte Liebe.

Zwei gescheiterte Ehen

Bisher hatte Allende in der Liebe nicht so viel Glück: Die Autorin hat zwei gescheiterte Ehen hinter sich. Ihren ersten Mann, den Bauingenieur Miguel Frías, lernte Allende nach ihrem Schulabschluss kennen. Die beiden sagten 1962 "ja", im Jahr darauf kam die gemeinsame Tochter Paula zur Welt. 1966 folgte Sohn Nicolás.

1987 wurde Allendes erste Ehe nach einer längeren Beziehungskrise geschieden. Im Jahr darauf traf Allende in Kalifornien ihren zweiten Ehemann, den ehemaligen Rechtsanwalt und Romancier Willie C. Gordon, den sie 1988 heiratete. Die Liebe war groß, hielt aber nicht für immer. 2015 wurde auch Allendes zweite Ehe geschieden.

Nach fast 27 Jahren Ehe habe sie sich als Single zunächst nicht zurechtgefunden, wie Allende nach der Trennung von Gordon gegenüber The Guardian erzählte. "Wenn man mich vor einem Jahr gefragt hätte, hätte ich gesagt, mein Zuhause ist da, wo meine Liebe ist. Aber jetzt habe ich keine Liebe und weiß nicht, wo ich daheim bin", so die Erfolgsautorin über das plötzliche Gefühl der Einsamkeit. "Es ist so merkwürdig, nach Hause zu kommen und alle Lichter sind aus und es ist still und kalt. Es ist ungewohnt, keinen anderen Menschen um dich zu haben, die Masse eines anderen Körpers. Aber ich werde mich daran gewöhnen."

Die Trennung habe sie aber nie bereut: "Es war gut, diese Ehe zu beenden. Wir haben nie mit Türen geknallt oder uns angeschrien, es war keine dritte Person involviert."

Allendes zweiter Mann hatte drei Kinder mit in die Beziehung gebracht. Diese hatten mit Drogenproblemen zu kämpfen, zwei starben an einer Überdosis.

Gordon verfiel nach dem Tod seiner Kinder in schwere Depressionen. "Er verlor das Interesse an allem", erinnert sich Allende. "Therapie, Antidepressiva, man kann es sich vorstellen", so Allende. Sie habe versucht, ihre Ehe zu retten. Am Ende habe es aber nicht gereicht: "Eine Person allein kann eine Beziehung nicht kitten."

Auch Allende selbst musste schwere Schicksalsschläge einstecken. Mit nur 29 starb ihre Tochter Paula im Jahr 1992 an den Folgen einer Stoffwechselerkrankung. In ihrem Buch "Paula" nahm Allende von ihrer geliebten Tochter Abschied.

Isabel Allende wurde in Chile geboren und flüchtete 1975 vor dem Pinochet-Regime nach Venezuela. Mit ihrem ersten Roman "Das Geisterhaus" (1982) wurde sie weltberühmt. Heute lebt sie in den USA.