"Bizarr anmutende Regeln für Mitarbeiter": Klage gegen Radiomoderator Howard Stern

Eine ehemalige Assistentin von Howard und Beth Stern hat nach ihrer Kündigung Klage gegen das Ehepaar eingereicht.
Howard Stern

Leslie Kuhn, eine frühere Assistentin von Howard Stern, verklagt den Radiomoderator und seine Frau Beth Stern wegen eines angeblich feindseligen Arbeitsumfelds. Sie behauptet, die beiden hätten ungewöhnlich strenge Regeln für ihr Hauspersonal eingeführt. In der Klage, die Berichten zufolge am Wochenende beim Obersten Gerichtshof von New York eingereicht wurde, ist von "immensem Druck" die Rede. 

Ex-Assistentin verklagt Ehepaar Stern

Leslie Kuhn gibt an, im Mai 2024 auf deren Wunsch hin in der New Yorker Villa von Howard und Beth Stern angefangen zu haben. Zu ihren Aufgaben sollen laut Dokumenten, die unter anderem Page Six vorliegen, die Leitung des Personals in der Villa der Sterns in Southampton, die Überwachung des Haushaltsbetriebs sowie "umfangreiche Katzenrettungs- und Pflegeaktivitäten zu Hause" gehört haben - die in Zusammenhang mit Beth Sterns Tätigkeit als Tierschutzaktivistin standen.
Im Februar soll sie entlassen worden sein, obwohl Kuhn in den Gerichtsakten behauptet, dass ihr im Dezember 2025 eine Gehaltserhöhung auf 265.000 US-Dollar sowie ein Bonus von 80.000 US-Dollar im Jahr 2026 zugesichert worden sein sollen. 

In der eingesehenen Beschwerde wirft die ehemalige Angestellte dem Tierrettungsunternehmen von Beth Stern ein feindseliges Arbeitsumfeld und "fragwürdige Geschäftspraktiken" vor. Die von Kuhn geschilderten Probleme mit ihrem Arbeitsverhältnis sollen offenbar dort angefangen haben. Laut Page Six ist von "bizarr anmutenden Regeln für Mitarbeiter" die Rede. 

Verschwiegenheitsklausel verhindert offene Schilderung von Vorwürfen

Was die Klage erschwert: Die ehemalige Angestellte soll eine Vertraulichkeits- und Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben haben, die ihr ihrer Aussage nach erst im Zuge ihrer Kündigung aufgezwungen worden sein soll.

In der Klage bezeichnet Kuhn diese Vereinbarung als "betrügerisch und nicht durchsetzbar." Sie fordert eine Aufhebung des unterzeichneten Schweigegebots, da dieses sie daran hindere, über ihre Zeit als Angestellte der Sterns zu sprechen. 

Andererseits würde sie die Vereinbarung angeblich nicht davor schützen, dass Howard und Beth Stern frei über sie sprechen.

"Eine solche Vertragsbeziehung würde Kuhn – eine einfache Angestellte, die deutlich weniger Einfluss und Ressourcen hat als die Sterns [...] persönlich, beruflich und in der Öffentlichkeit einen klaren und unfairen Nachteil verschaffen", heißt es in der Klageschrift.

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