Henning Baum: Die deutsche Eiche des TV

ORF"Der letzte Bulle", "Das Killer-Alphabet." Ein brutaler Mordfall sorgt für Entsetzen an der Essener Volkshochschule: Carola Seehagen, Leiterin des Anfängerkurses für Analphabeten, wurde erstochen aufgefunden. Im Zuge der Ermittlungen nehmen Mick und An
Foto: ORF

"Der letzte Bulle" hat den Macho wieder salonfähig gemacht und spricht im KURIER über Kiberer, Koma und echte Kerle.

Da scheiden sich die Geister ausnahmsweise nicht. Sowohl Frauen als auch Männer finden Henning Baum in seiner Rolle als machoiden Ruhrpott-Cop mit Herz am rechten Fleck einfach cool. Seine drei Kinder übrigens auch. Und er? "Ich muss für diese Rolle nichts behaupten, mich auch nicht verstellen. Es würde mir aber nicht einfallen, mich als Macho zu bezeichnen."

ORF"Der letzte Bulle", "Ohne Moos nichts los." Rudi Moos eine deutsche Fussballlegende und Micks Jugendidol ist spurlos verschwunden. Nachdem sein Gärtner, Dragan Palim, tod aufgefunden wird, liegt der Verdacht Nahe, dass Moos mit dem Mord etwas zu tun ha Foto: ORF Guter Schauspieler: Privat ist Baum Nichtraucher.

In "Der letzte Bulle" (zu sehen auf ORFeins) spielt Baum einen Polizisten, der in den 1980er-Jahren ins Koma fiel und in der Jetztzeit wieder aufwacht. Er hört die Musik von damals (sein persönlicher Lieblingshit ist "The Passenger" von Iggy Pop), futtert fettes Fleisch und pofelt ständig Zigaretten. Täuschend echt, denn: "Ich selbst rauche nicht und rate auch niemandem, damit anzufangen."

Längst gilt der 39-jährige Hüne als legitimer Nachfolger von Tatort-Legende "Schimanski" alias Götz George. Polizisten waren damals tatsächlich so. Baum: "Ich war auch schon so, nur noch ein bisschen zu jung. Manche Männer kommen einfach so auf die Welt."

ORF"Der letzte Bulle", "Aller guten Dinge sind drei." Anja Friedrich, eine Bestsellerautorin wird tot aufgefunden. Als Todesursache wird Gift festgestellt. Nachdem Frau Friedrich in einer Dreierbeziehung lebte, ist für Micke klar, das einer der beiden Par Foto: ORF Ein Mann, auf den die Bräute fliegen: TV-"Bulle" Henning Baum ist für eine KURIER ROMY nominiert.

Und wie sieht er die Welt, wäre er selbst zwanzig Jahre im Koma gelegen? "Dass manche Menschen offenbar das Virtuelle spannender finden als das Reale. Und mich würde das Bild irritieren, das die Gesellschaft von Männern hat, beziehungsweise wie Männer sein sollen. Männer sind heute verwirrter."

Vielleicht stehen deshalb die Damen heute auf den Typus Kraftlackl mehr denn je. Doch vom Fluch eines Sex-Symbols will Baum – quasi die deutsche Eiche des TV – nix wissen: "Vielleicht entfaltet der Fluch seine Wirkung ja erst nach ein paar Jahren. Ich warte es so gelassen wie möglich ab." Und beantwortet indes mit seiner Frau Corinna gemeinsam die weibliche Fanpost.

Auf die KURIER ROMY freut sich der nominierte Serien-Star sehr, vor allem auf das Wienerische. Bulle heißt bei uns übrigens Kiberer, Herr Baum. "Ja, und Knast heißt bei euch Heven (also Häf’n). Eure Sprache ist noch cooler als im Ruhrpott."

(kurier) Erstellt am
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