Nicole Kidman als Grace Kelly

© APA/EPA/STONE ANGEL / GAUMONT

Premiere
03/26/2014

Wirbel um "Grace"-Film

Nicht nur die Grimaldis distanzieren sich von dem heftig kritisierten Biopic.

von Nina Ellend

Just beim Lieblingsfestival der 1984 verstorbenen Fürstin Gracia Patricia wird der heftig umstrittene Film "Grace of Monaco" am 14. Mai Weltpremiere feiern: Mit einem großen Paukenschlag sollen die heurigen 67. Filmfestspiele von Cannes mit dem Biopic über das Leben von Grace Kelly mit Nicole Kidman in der Hauptrolle eingeläutet werden.

Ein Affront gegen die Grimaldi-Familie, die sich bereits im Jänner 2013 geschlossen von der internationalen Co-Produktion distanziert hatten: "Wir haben mit dem Projekt nichts zu tun. Dieser Film beinhaltet falsche historische Fakten sowie Szenen, die frei erfunden sind", so das hochoffizielle fürstliche Statement. Auch Harvey Weinstein ist mit der Interpretation von Regisseur Olivier Dahan nicht zufrieden: Nach Auseinandersetzungen über die finale Schnittfassung verhinderte der für sein Temperament berühmte wie berüchtigte Produzent nicht nur den US-Start des Films, sondern durch Verschiebung des Anlauf-Datums auch die Teilnahme an den Oscars.

Ob "Grace of Monaco" je in den USA gezeigt wird, ist fraglich. In Europa soll der Streifen nach der Weltpremiere in Cannes ab 15. Mai zu sehen sein. In Dahans Biografie steht Gracia Patricia nach der Heirat mit Rainier III. Anfang der 1960er-Jahre im Fokus: Das kleine Fürstentum musste um seine Unabhängikeit und um die finanzielle Existenz kämpfen.

Auch andere hatten sich um den Stoff bemüht, scheiterten aber im Vorfeld daran: Der österreichische Regisseur Robert Dornhelm, der mit der Fürstin eng befreundet war, sagte 2012 ein Filmprojekt ab, weil "das Drehbuch zu schlecht war".

Traumfabrik und Wirklichkeit

Wieviel Dichtung und wieviel Wahrheit? Filmbiografien geben immer wieder Anlass zu intensiven Diskussionen, wie nahe an der Realität die Porträts sind, die von den bekannten Persönlichkeiten gezeichnet werden.

Schon leichter lässt sich sagen, ob die jeweiligen Schauspieler ihren Vorbildern ähnlich sehen. Wir haben 21 Biopics ausgewählt. Entscheiden Sie anhand der Umfrage (siehe unten), welche Personen am besten getroffen sind.

Original vs. Kopie

Der Film "Grace of Monaco"

Die Handlung der 15-Millionen-Dollar-Produktion "Grace of Monaco" ist Anfang der 1960er Jahre angesiedelt. Damals hatte die Filmlegende, die 1956 Fürst Rainier III. von Monaco heiratete, ihre Hollywoodkarriere bereits hinter sich gelassen und lebte als Fürstin Gracia Patricia am Mittelmeer. Die Regie des Films übernimmt der Franzose Olivier Dahan, der bereits mit "La vie en rose" das Leben der Chansonsängerin Edith Piaf verfilmt hat.

Während Grace Kelly, die 1982 bei einem Autounfall ums Leben kam, zu den größten Filmlegenden der 1950er Jahren zählte, gehört Kidman heute zu den begehrtesten Schauspielerinnen. Sowohl Kelly als auch Kidman wurden mit dem Oscar ausgezeichnet: Kelly erhielt die Trophäe 1955 für "Ein Mädchen vom Lande", Kidman 2003 für "The Hours".

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