Sean Astin

Sean Astin

© Jordan Strauss/Invision/AP / Jordan Strauss

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11/18/2019

Für Sean Astin war "Herr der Ringe" die härteste Arbeit

Sean Astin, der "Sam" aus "Herr der Ringe" kommt nach Wien zur ComicCon. Das Interview.

von Lisa Trompisch

In „Die Goonies“ führte er eine Jugendbande an, für seine Leistung in „The Low Life“ wurde er als bester Darsteller beim „Fort Lauderdale Film Festival“ geehrt und als Hobbit „Samweis Gamdschie“ feierte Sean Astin (48) in „Herr der Ringe“ seinen weltweiten Durchbruch. Mittlerweile produziert er Kurzfilme („Kangaroo Court“ wurde sogar für einen Oscar nominiert) und führt auch Regie. Bei der „Vienna Comic Con“ (23. und 24. 11.) ist der US-Schauspieler einer der Stargäste. Grund genug, ihn zum herrlich ehrlichen Interview zu bitten.

Drei Worte die mich beschreiben ... Nicht zu groß. (Anmerkung: 1,70 Meter).

Mein innigster Wunsch, um die Welt zu verändern/verbessern, wäre ... Meine Frau und meine Kinder zu ernähren ist der vorrangigste Weg, die Welt zu verbessern. Ich hoffe, mein Talent und meine Karriere bereiten den Menschen auch künftig Freude und verleiten sie dazu, ein bisschen intensiver zu denken und zu fühlen. Manche Shows sind einfach nur abgefahren, aber immer wieder mal birgt mein Schaffen auch echte menschliche Anliegen. Überdies versuche ich sehr oft, meine Stimme zu politischen und sozialen Aspekten zu erheben. Vielleicht hilft es sogar – so wie mein Auftreten und mein Wahlverhalten.

Wenn ich einen Tag eine Frau sein könnte, wäre ich ... nachsichtig und geduldig mit den Männern. Das scheint ja ein allgemeiner weiblicher Erfahrungswert zu sein.

Die besten Entscheidungen meiner beruflichen Laufbahn war ... Es waren gar keine eigenen Entscheidungen als solche. Es gab schlichtweg keine Alternativen. Andererseits ging ich am Beginn meiner Karriere noch aufs College – das bremste mich beruflich, aber es erweiterte meinen Horizont und mein Weltbild.

Das schönste Kompliment, das ich je bekommen habe ... Sowohl meine Mutter als auch mein Bruder sagten, unabhängig voneinander, etwas zu mir. Das war in der ,Herr der Ringe’-Zeit, als soviel Lob und Schmeichelei von allen Seiten auf mich hereinprasselten. Sie sagten: ,Sean, dafür hast du so hart gearbeitet!’ Ich wusste schon immer, dass sie mich und meine Arbeit besonders schätzten, aber damit lobten sie meine Berufseinstellung, die sie als unerlässlich für meinen Erfolg betrachteten. Und da ich dieses Ethos just von meiner Mutter gelernt hatte, zählte dieses Kompliment doppelt und dreifach.

Verzichten könnte ich in meinem Leben niemals auf ... Meine Frau und meine Kinder. Essen und Trinken. Und Luft. Und Schlaf. Und Comic-Messen. Das letzte stimmt natürlich nicht, denn ich könnte selbstverständlich ohne Comic-Messen leben, aber es wäre nicht dasselbe Leben.

Am meisten Angst habe ich vor ... Das wäre was, wenn ich das jetzt öffentlich verrate, stimmt’s? Eine Urangst sollte man aber nicht jemandem verraten, den man nicht gut genug kennt. Eine Angst gestehe ich trotzdem freimütig: Kein Essen an Bord eines Überseeflugs zu bekommen.

An der Bar bestelle ich ... Eine Runde auf mich.

Die härteste Arbeit, die ich je gemacht habe, war ... Der Film „Herr der Ringe“ war die größte berufliche Herausforderung meines Lebens. So anspruchsvoll und so faszinierend. Es war eine gewaltige Prüfung für Charakter, Geduld und Ausdauer – alles zusammen. Ich bin unendlich dankbar, diese Chance bekommen zu haben.

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