Otto Schenk mit John-Harris Trainerin Nina Schröder

© KURIER/Rainer Eckharter

Stars
05/15/2016

Schenk & Serafin: Zwei Ungeheuer von Fit Ness

Wie sich die Legenden Otto Schenk (85) und Harald Serafin (84) mit regelmäßigem Training fit und fidel halten.

von Nina Ellend

Gar keine Frage: Otto Schenk & Harald Serafin zählen mit Mitte 80 zu den ältesten Gästen im Fitnessclub. Nur Peter Weck (85) trifft man dort neben den beiden Bühnenlegenden auch noch regelmäßig . Unter den wachsamen Augen der smarten Cheftrainerin Nina Schröder (34), Ehefrau von Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder (60), erzielen die drei "Golden Oldies" enorme Fortschritte: "Jedes Training, das über 60-Jährige absolvieren, bringt hundertprozentigen Erfolg. Ziel ist es, die Lebensqualität zu erhalten und nicht abzubauen", erklärt die Expertin, die das Promi-Senioren-Trio ein bis zwei Mal die Woche ins Schwitzen bringt.

Otto Schenk sieht man im "John Harris" am Wiener Schillerplatz nur in der Badehose. Bei dem 85-Jährigen drückt man gerne ein Auge hinsichtlich des sonst üblichen Dresscodes zu, schließlich zieht nicht nur Hausherr Ernst Minar den Hut vor seinem Eifer. Schenk: "Nach den Übungen gehe ich ins Wasser. Ich schwimme aber nur, damit ich nicht untergehe." Schon seit sechs Monaten schuftet er hier: "Ich komme anfallsmäßig vorbei – ein Mal pro Woche ist mein Hoffnungsminium, manchmal sogar zwei Mal." Eine Stunde wird an Maschinen Kraft getankt, danach taucht Schenk in den Pool. Abgerundet wird das Work-out unter Anleitung von Nina Schröder mit einer Einheit im Pool. Motiviert sei Schenk immer, jedoch mangle es oft an der Zeit. "Ich bin nicht aktiv, aber man ist mit mir noch aktiv", spielt er auf berufliche Engagements an. Ein echter Sportler sei er nie gewesen, aber "immer ein Randler, ich habe nur genascht – der Eislaufplatz war meine Kinderstube, da wurde ich abgegeben. Sie wollten mich zum Eishockey, zum Schnelllaufen und zum Eistanzen verführen. Dem bin ich entgangen. Ich bin nur wie ein Rasender auf dem Eis unterwegs gewesen". Schnell war er zeitlebens: "Das bedrückt mich jetzt, weil die Gelenke irreparabel versagen. Aber dagegen kämpfe ich ja hier!"

Harald Serafin war als Jüngling sehr sportlich. Tennis, Volleyball & Skifahren zählten zu seinen Domänen. Als er mit 45 beruflich sehr gefordert war, pausierte er: „Jeden Abend Vorstellung – da vergeht dir die Lust zum Trainieren“, so der Ex-Mörbisch-Intendant, der viel lieber auf dem Fahrrad im „John Harris“ sitzt als zu Hause im Zimmer-Sattel. „Allein trainieren ist wie allein leben müssen – es ist immer leichter mit Beistand. Der Trainer gibt – der Trainierende saugt auf. Deshalb sind Trainer danach auch meist müder.“ Dass er zu den Senioren im Club zählt, macht ihm nichts aus: „Ich fühle mich nicht als Ältester. Die Natur gab mir rein genetisch von meinen Eltern Talent und Liebe zur Bewegung.“ Altern sei nur Hirnsache: „Eitel wie ich bin, möchte ich den Leuten zeigen, dass es auch als reifer Mann noch irgendwie zu erradeln ist.“ Auf die Frage: „Willst du nicht einmal Ruhe geben?“ antworte er mit: „Wenn ich tot bin, dann gebe ich Ruhe.“ Hat „Mr. Wunderbar“ ein Tief, weil er den Beruf nicht mehr so ausüben kann wie einst, geht er ins Studio: „Es muss Lust machen. Es ist wie eine erotische Verschiebung. Eros auf dem Fahrrad!“ Zudem achtet er auf seine Ernährung: „Wenig Fleisch & Weißbrot, zwei Mal die Woche Fisch. Aber manchmal esse ich drei Golatschen auf einmal.“

Warum Oldie-Work-out wichtig ist:

Ohne Übung lässt die Kraft älterer Menschen ganz erheblich nach und auch das Gleichgewichtssystem funktioniert nicht mehr so gut. Durch gezieltes Training lässt sich die Lebensqualität erheblich steigern.
Eine aktive Muskelmasse hilft die motorische Leistungsfähigkeit
im Alltag umzusetzen. Diese erhöht auch den Grundumsatz. Damit kann man etwa aktiv der Altersadipositas entgegenwirken.
Krafttraining ist eine effektive Prophylaxe gegen Osteoporose, Bluthochdruck und Stoffwechselerkrankungen (wie Diabetes).
Beweglichkeit, Kraft und Koordination können durch gezieltes Training erhalten bleiben. Wichtig: Unbedingt mit einem Personal Trainer üben, um ein zielorientiertes, effektives, ganzheitliches, punktgenaues und vor allem sicheres Fitness-Training absolvieren zu können.

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