15. Todestag: Das Geheimnis von Elizabeth Taylors violetten Augen
Elizabeth Taylor
Der Filmklassiker "Cleopatra" (1963) machte die in Hampstead, London, geborene Elizabeth Taylor zum ersten Filmstar, der eine Million US-Dollar für eine Rolle erhielt. Auch wenn sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere privat ihre größten Tiefpunkte erlebte, zählt sie immer noch zu den größten Schauspielerinnen der Welt. Am 23. März jährt sich Elizabeth Taylors Tod zum fünfzehnten Mal.
Ihre Augen wurden zu einem der am meisten mythisierten Merkmale in der Geschichte Hollywoods: Oft wurden sie als violett wahrgenommen.
Das Geheimnis um Elizabeth Taylors Augen
Der australische Filmkritiker David Stratton erinnerte sich 2011 im Gespräch mit dem Hollywood Reporter, wie ihn Taylors Augenfarbe bei einer Filmpremiere 1973 erstaunte. "Ich wurde bei dem offiziellen Empfang zu ihr geführt und war wie gebannt von ihren berühmten violetten Augen. Ich habe weder vorher noch nachher Augen dieser Farbe gesehen, und ich glaube nicht, dass die Kinobesucher damals ihre außergewöhnliche Schönheit richtig zu würdigen wussten", erzählte er.
2010 wurde das Parfüm "Elizabeth Taylor Violet Eyes" auf den Markt gebracht - als Hommage auf ihren famosen Blick.
Aber waren Elizabeth Taylors Augen tatsächlich violett?
Heutzutage kann dank farbiger Kontaktlinsen jeder jede Augenfarbe haben. Die ersten getönten Kontaktlinsen waren Berichten zufolge erst ab 1983 im Handel erhältlich. Taylors Augenfarbe war also natürlich, stellt livescience.com klar.
Das Aussehen der Iris, des farbigen Rings um die schwarze Pupille, hängt von ihrem Melaningehalt ab. Je mehr Melanin die Iris enthält, desto dunkler wirken die Augen.
Laut dem Wissenschaftsportal wiesen Taylors Augen eine sehr spezifische und seltene Melaninmenge auf.
"Es gibt verschiedene Blau- und Grautöne und viele Zwischentöne. Violett könnte ihre typische Pigmentierung gewesen sein", erklärt Norman Saffra, Leiter der Augenklinik am Maimonides Medical Center in Brooklyn, New York, gegenüber Live Science. "Es ist möglich, diese Augenfarbe zu haben. Alles hängt von der Melaninmenge ab."
Die Augenfarbe könne sich laut Saffra auch je nach Lichtabsorption des Auges verändern. Trägt man beispielsweise ein weißes Hemd, reflektiert es das Licht und lässt die Iris heller erscheinen.
Taylors legendäre Augenfarbe war tatsächlich ein tiefes Blau, welches durch einen dunklen Limbalring [Anmerkung: dunkler, äußerer Rand der Iris] intensiviert wurde und oft violett wirkte. Das Zusammenspiel von Augenpigmenten, Lichtverhältnissen, Make-up und Kleidung intensivierte diesen Effekt. Die Filmikone betonte ihre Augen zudem gerne durch intensiven Lidschatten in den Farben Violett, Blau, Hellgrau, Dunkelbraun und Gold.
Ihre Augen waren von Natur aus mit dichten Wimpern dunkel umrandet. Eine seltene Genmutation, genannt Distichiasis, führte dazu, dass die Schauspielerin eine zweite Wimpernreihe hatte, die einen vollen Kranz um ihre Augen bildete - was ihrem Blick zusätzliche Wirkung verlieh.
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