Goldie Hawn und Kurt Russell

© JOSEPH LEDERER/NETFLIX

Stars
12/13/2020

Ein Weihnachts-Enkerl für Goldie Hawn und Kurt Russell

Die Schauspieler im KURIER-Interview über das Großeltern-Dasein, ihre Beziehung und ihr ganz persönliches Weihnachten.

von Elisabeth Sereda

Sie lernten einander auf einem Filmset kennen und drehten danach gemeinsam „Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser“, was für beide der größte Flop ihrer Karrieren wurde.

Ein Erfolg wurde dafür ihre Beziehung: Goldie Hawn (75) und ihr Lebensgefährte Kurt Russell (69) sind seit 1983 zusammen, haben einen gemeinsamen Sohn und nun wieder einen Film, „Christmas Chronicles 2“ (auf Netflix).

Dem KURIER hat das Paar seine ganz persönlichen Weihnachtspläne verraten.

KURIER: Was sind Ihre Weihnachtstraditionen?

Goldie: Wir lieben es, daheim zu feiern, es ist unser größtes Fest im Jahr. Die Traditionen begannen mit den Kindern und haben sich vermehrt, seit wir Enkelkinder haben. Wir kochen selbst und sehr viel, und der Typ, der da neben mir sitzt (zeigt auf Kurt), hat sich schon mehrmals als Santa Claus verkleidet. Am 24. haben wir auch ein Dinner, und danach sitzen wir rum und hängen unsere Weihnachtsstrümpfe auf.

Kurt: Wir lassen auch jedes Jahr von jemandem in der Familie, der es noch nie oder schon lange nicht mehr gemacht hat, „The Night before Christmas“ lesen.

Und Sie kochen selbst?

Goldie: Ich koche immer selbst. Ich habe sogar jetzt etwas auf dem Herd, auf das ich ein Auge haben sollte.

Ist es heuer aufgrund der Pandemie ein bisschen anders?

Goldie: Für uns nur insofern, als dass wir normalerweise in unsere Ferienhütte nach Aspen fahren, heuer aber in L.A. bleiben. Das ist nicht nur wegen Corona, sondern weil wir ein weiteres Enkerl erwarten. Und der Stichtag für den Babybuben ist der 25. Dezember. Und es lebt ja auch die ganze Familie in Los Angeles, aber es macht mich traurig, dass viele Menschen ihre Familien nicht sehen können. Ich verstehe, dass aus Angst und Traurigkeit leicht Zorn über diese Situation werden kann. Es ist dann schwer, aus dieser Negativität herauszufinden. Ich habe leicht reden, denn ich praktiziere seit Jahrzehnten Buddhismus und meditiere, aber ich kann mich noch gut an die Zeit davor erinnern und mir nur sehr schwer vorstellen, ohne meine innere Ruhe so eine schwierige Lebensphase durchzustehen. Was natürlich auch hilft, sind Komödien.

Womit wir beim Film wären. Werden Ihnen oft Projekte für Sie beide angeboten?

Goldie: Es ist wirklich Kurts Film. Er hat mich beim ersten Teil gefragt, ob ich am Ende so eine Kurzrolle als Mrs. Claus spielen würde, quasi als Teaser, falls es ein Erfolg wird, und die einen Teil 2 machen wollen. Und im zweiten wird Mrs. Claus jetzt viel wichtiger.

Kurt: Ja, weil wir zum Nordpol fahren, wo wir mehr über das Leben von Santa und Mrs. Claus erfahren. Goldie konnte nach ihrem Gastauftritt im ersten Film schlecht Nein sagen!

Wie tun Sie sich als Opa und Oma?

Goldie: Kurt und ich liebten es, Eltern zu sein.

Kurt: Wir haben das wirklich genossen. Großeltern zu sein ist anders, aber es ist fast noch besser.

Goldie: Wir schauen uns unsere Kinder an und wissen, dass wir das Beste getan haben, was wir konnten. Und jetzt müssen sie das Beste tun. Wir sind jetzt nur noch die Spaßmacher. Wir sind die, die ihnen alles erlauben. Und gleichzeitig völlig unschuldig, wenn sie sich nicht an die Regeln halten!

Kurt: Die Enkel nennen uns Gogo und Gogy. Sie wollten uns einen speziellen Namen geben, weil wir was Besonderes sind! (lacht)

Sie haben insgesamt vier Kinder, drei davon sind Schauspieler …

Kurt: Ja, Oliver und Kate, aber Wyatt war vorher ein professioneller Hockeyspieler. Er war eher spät dran, aber dann haben sich die Gene doch noch durchgesetzt. Und Boston hat gerade das Psychotherapiestudium fertig, fällt also etwas aus der Rolle, aber das ist gut so. Jede Familie braucht ein Mitglied, das normal ist.

Stimmt es, dass Sie Ihr erstes Date am Valentinstag hatten?

Kurt: Ja, wir feiern unser 37. Jubiläum im Februar.

Goldie: 38.

Kurt: Ja, du hast recht, vielleicht sollten wir aufhören zu zählen.

Goldie: Es ist auch egal. Wir sind schon so lange zusammen, wir werden das ja auch nicht übertrieben groß feiern. Ein nettes Abendessen, hoffentlich in einem Restaurant, weil es keinen Lockdown mehr gibt, und wir sind glücklich.

Werden Sie noch gefragt, wann Sie endlich heiraten?

Kurt: Jetzt nicht mehr.

Goldie: Oh, Gott, das war die meist gestellte Frage die ersten 30 Jahre unserer Beziehung. Zum Glück ist das vorbei, und die Leute haben sich daran gewöhnt, dass wir kein Papier brauchen. Unsere Beziehung ist länger und glücklicher als die meisten Ehen!

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