Ehefrau von Bruce Willis gründet Demenzforschung-Fonds
Emma Heming Willis und Bruce Willis (2017)
Die Ehefrau des Hollywood-Stars Bruce Willis, Emma Heming Willis, setzt sich aktiv für Menschen mit Demenz und deren Angehörige ein.
Bei einer Benefizveranstaltung in New York kündigte die 47-Jährige die Gründung eines Fonds an, der die Forschung zu Frontotemporaler Demenz (FTD) stärken und die Situation pflegender Angehöriger verbessern soll.
Heming Willis mit Award geehrt
Am Donnerstag (12. März) wurde Heming Willis bei der Hope-Rising-Veranstaltung der "Association for Frontotemporal Degeneration" mit dem "Award of Hope" ausgezeichnet. Heming Willis nahm die Auszeichnung sowohl für sich selbst als auch stellvertretend für ihren berühmten Ehemann entgegen.
In ihrer Dankesrede enthüllte sie den "Emma & Bruce Willis Fund for Dementia Research and Caregiver Support". Mit dem neuen Fonds möchte Heming Willis eine Plattform schaffen, die sowohl Betroffenen als auch deren Familien helfen soll, die Krankheit besser zu verstehen und sich weniger allein zu fühlen.
"Mit diesem Fonds möchte ich dazu beitragen, das Verständnis für FTD zu vertiefen und betroffenen Familien das Gefühl zu geben, gesehen, unterstützt und weniger allein zu sein", erklärte sie in ihrer Rede. "Bruce zeichnete sich stets durch seine Großzügigkeit und Herzlichkeit aus, und ich weiß, dass er stolz wäre zu sehen, wie diese Initiative Familien im Umgang mit dieser Krankheit hilft." Ziel sei es aber auch, vielversprechende wissenschaftliche Projekte zu fördern und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die seltene Erkrankung zu lenken.
"Diese Reise hat mit die Augen für die Realität geöffnet"
Emma Heming Willis betonte ebenso die Herausforderungen für Familien, die mit der Krankheit eines Angehörigen konfrontiert werden. "Diese Reise hat mir die Augen für die Realität geöffnet, mit der so viele Familien konfrontiert sind, wenn ein Angehöriger an Frontotemporaler Demenz erkrankt." Und weiter: "Ich bin fest davon überzeugt, wie wichtig es ist, die Forschung zu unterstützen und zugleich für die pflegenden Angehörigen da zu sein, die jeden Tag Enormes leisten."
Die Diagnose von Bruce Willis hatte die Öffentlichkeit im März 2022 erschüttert, als die Familie bekannt gab, dass der "Stirb langsam"-Star an Aphasie leidet. Ein Jahr später wurde bei ihm Frontotemporale Demenz diagnostiziert. Willis war damals 68 Jahre alt. Er beendete daraufhin seine Schauspielkarriere.
Bei Frontotemporaler Demenz, die früher auch "Pick-Krankheit" bzw. "Morbus Pick" genannt wurde, handelt es sich um eine seltene Form einer schnell fortschreitenden Demenz, bei der Nervenzellen im Stirnhirn und im Schläfenlappen des Gehirns absterben. Die unheilbare Schädigung macht sich durch Veränderungen der Persönlichkeit, gestörtes Sozialverhalten, Teilnahmslosigkeit oder Aggressivität bemerkbar.
Heming Willis: Engagierte Unterstützerin von Betroffenen
Heming Willis ist seit der Diagnose ihres Mannes eine engagierte Unterstützerin von FTD-Betroffenen (und deren Angehörigen). In ihrem Buch "The Unexpected Journey: Finding Strength, Hope, and Yourself on the Caregiving Path" erzählt sie von ihren persönlichen Erfahrungen als pflegende Angehörige, versehen mit Ratschlägen professioneller Experten.
"Mein schlimmster Albtraum war Wirklichkeit geworden", beschrieb sie den Moment, als ihr der Arzt die Erkrankung ihres Mannes mitteilte. Heming Willis spricht immer wieder öffentlich über ihre Erfahrungen und den Gesundheitszustand des heute 70-Jährigen – wie zum Beispiel hier.
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