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13.10.2018

Diese Rollen machten ihre Darsteller fast verrückt

Wenn Filmrollen die Psyche von Schauspielern nachhaltig beeinflussen.

Gute Schauspieler versetzen sich in die Rollen, die sie gerade spielen derartig hinein, dass sie dadurch selbst fast wahnsinnig werden. Hier ein paar Beispiele:

Durch Rollen fast verrückt geworden

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Isabelle Adjani: "Posession"

Für ihre schauspielerische Leistung im Horror-Drama "Posession" (1981) vom polnischen Regisseur Andrzej Żuławski wurde Isabelle Adjani mit einem Cesar Award ausgezeichnet. Die psychischen und körperlichen Anstrengungen für die kontroverse Filmrolle hinterließen jedoch ihre Spuren.

Isabelle Adjani: "Posession"

Sie habe jahrelange eine Therapie gebraucht, um die verstörende Rolle der Anna zu verarbeiten, erzählte die Französin Jahre später einem Magazin und gab an, nie wieder eine derartige Rolle anzunehmen.

Bob Hoskins: "Roger Rabbit"

Als er 1988 "Roger Rabbit" drehte, verbrachte Bob Hoskins acht Monate damit, mehrere Stunden täglich mit Cartoonfiguren zu sprechen spielen, die nicht wirklich da waren.

Bob Hoskins: "Roger Rabbit"

Später behauptete er, er habe mit der Zeit angefangen zu halluzinieren, und Stimmen zu hören. Auch nach den Dreharbeiten habe er weiterhin Selbstgespräche geführt. Monatelang bildete er sich ein, Roger Rabbit zu sehen – bis ihm ein Psychiater schließlich riet, eine Pause von der Schauspielerei einzulegen.

Adrian Brody: "Der Pianist"

Für seine Oscar-Rolle in "Der Pianist" von Roman Polanski unterzog sich Adrien Brody einer extremen Crash-Diät. Die Erfahrung sei schmerzvoll gewesen. "Ich habe Verlust und Traurigkeit erlebt in meinem Leben. Aber ich kannte die Verzweiflung nicht, die durch Hunger erzeugt wird", erzählte er gegenüber dem Sender BBC.

Adrian Brody: "Der Pianist"

Es habe Momente während der Dreharbeiten gegeben, dachte er, er würde durchdrehen. Nach dem Film habe er eineinhalb Jahre gebraucht, um sich von den Auswirkungen dieser Erfahrung zu erholen.

Heath Ledger: "The Dark Knight"

Als der Ausnahme-Schauspieler Heath Ledger 2008 im Alter von nur 28 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung starb, die er mit Medikamenten und Schlaftabletten zu behandeln versuchte, deutete vieles darauf hin, dass seine Rolle als "Joker" in "The Dark Knight" ein Mitgrund für seine schlechte körperliche Verfassung gewesen war.

Heath Ledger: "The Dark Knight"

Legder war von der Rolle besessen. Wochenlang schloss er sich in einem Hotelzimmer ein, um sich in den Charakter des "Joker" hineinzuversetzen. Verheerende Schlafprobleme waren die Folge. Legder gab an, während des Drehs Nachts oft nur zwei Stunden geschlafen zu haben. "Ich konnte nicht aufhören zu denken. Mein Körper war erschöpft, aber mein Gehirn hat weitergearbeitet", so Ledger.

Mandy Patinkin: "Criminal Minds"

Jahrelang gab Mandy Patinkin in der Serie "Criminal Minds" Special Agent Jason Gideon. Heute bezeichnet der die Rolle als "seinen größten Fehler". Der Job machte ihn nach eigenen Angaben beinahe wahnsinnig. Da in der Krimiserie die Psyche der Mörder so ausgiebig erforscht wird, sei die Arbeit sehr ungesund gewesen. 

Mandy Patinkin: "Criminal Minds"

"Es war für meine Psyche und meine Persönlichkeit sehr destruktiv", erzählte er dem New York-Magazin. "Danach dachte ich, dass ich nie wieder im Fernsehn arbeiten werde."

Katey Sagal: "Sons of Anarchy"

Auch Katey Sagal verlangte ihre Rolle in der Serie "Sons of Anarchy" nach eigenen Angaben einiges ab. Um eine Frau zu spielen, die vergewaltigt wurde, hatte sie sich für einige brutale Szenen an "dunkle Orte" in ihrer Seele begeben.

Katey Sagal: "Sons of Anarchy"

Da der Dreh der Szenen Wochen dauerte, konnte sie sich aus der depressiven Gefühlslage kaum noch befreien.

Charlize Theron: "Tully"

Für ihre Filmrolle einer alleinerziehenden Mutter in "Tully" hat sich Oscarpreisträgerin Charlize Theron binnen kurzer Zeit 23 Kilogramm angefuttert. "Ich wollte fühlen, was diese Frau fühlt und das war mein Weg, ihr näher zu kommen und mich in ihre Denkweise einzufühlen", erzählte sie gegenüber Entertainment Tonight.

Charlize Theron: "Tully"

Die Gewichtszunahme hatte aber negative Auswirkungen auf ihr Gemüt. "Es war ein harter Schlag ins Gesicht. Ich habe Depressionen bekommen. Ich habe noch nie so viele industriell verarbeitete Lebensmittel gegessen und ich habe viel zu viel Zucker getrunken. Es war nicht besonders lustig, am Set zu sein", so Theron, die inzwischen übrigens wieder abgenommen hat.

Ashton Kutcher: "Jobs"

Auch er übertrieb es: Für seine Rolle des Apple-Gründers Steve Jobs unterzog sich Ashton Kutcher einer Diät, bei der er sich nur von Früchten ernährte.  

Ashton Kutcher

Die einseitige Ernährung hatte erhebliche Nebenwirkungen: Nur zwei Tage vor Beginn der Dreharbeiten landete Kutcher im Spital. Diagnose: Vitaminmangel und Verminderung der Knochendichte.

Kate Winslet: "Der Vorleser"

Der Film "Der Vorleser", in dem Kate Winslet die KZ-Wärterin Hanna Schmitz spielt, brachte der gebürtigen Britin einen Oscar ein.

Kate Winslet: "Der Vorleser"

Doch die Rolle nahm sie psychisch extrem mit. Es sei ihre bisher schwierigste Filmrolle gewesen, nach Ende der Dreharbeiten brauchte sie eine Pause, so Winslet, die nach eigenen Angaben Monate brauchte, bis sie sich endlich von der Rolle distanzieren konnte.