Das hat sie vor allem ihrem Buch zu verdanken. "Jenseits des Protokolls" heißt der Enthüllungsschmöker der 39-Jährigen, der ihr viel Kritik und Spott einbrachte.

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09/16/2012

Die misslungene Abrechnung der Bettina Wulff

Das Enthüllungsbuch von Bettina Wulff erwies sich als Eigentor.

Sieben Monate nach dem Rücktritt ihres Mannes wollte Bettina Wulff mit einem Enthüllungsbuch zurückschlagen. Doch schon wenige Tage nach Erscheinen ihres Buches steht fest, dass sich die 38-Jährige damit keinen Gefallen getan hat.

Nach vernichtenden Kritiken zieht sich Bettina Wulff nun wieder zurück und sagt alle Interviews und TV-Auftritte ab. So cancelte sie unter anderem ihren Auftritt bei Sandra Maischberger am Dienstag. Auch Lesereisen und Signierstunden will sie nicht mehr machen. Grund sei die Furcht "vor weiteren Anfeindungen", hieß es.

Kein Mitleid

Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland hat kein Mitleid mit Bettina Wulff. 80 Prozent der Befragten fühlen nicht mit der ehemaligen First Lady mit, ergab eine Umfrage der Zeitung Bild am Sonntag. Zudem halten viele Menschen die 38-Jährige für unglaubwürdig: Wulffs Aussage, sie sei in die Rolle der Präsidentengattin gedrängt worden, nehmen ihr fast zwei Drittel der Befragten nicht ab. Zudem meint jeder Zweite, dass Bettina Wulff ihrem Mann Christian mit ihrem Buch "Jenseits des Protokolls" schadet.

Wohl nicht nur ihm: "Ich habe bei Männern kein festes Beuteschema", heißt es etwa in dem Buch. War der Gang in die Öffentlichkeit also ein Eigentor?

81 Prozent der Befragten gaben an, vorher nichts von den – hauptsächlich übers Internet verbreiteten – Callgirl-Gerüchten gewusst zu haben. Bettina Wulff machte die Rotlicht-Gerüchte durch ihr Buch und die Klagen gegen Google und Günther Jauch erst richtig bekannt. Nur 15 Prozent sagten, die Gerüchte seien ihnen vor Bekanntwerden der juristischen Schritte und der Buchveröffentlichung geläufig gewesen. Vier Prozent antworteten mit "weiß ich nicht". Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte deutschlandweit 500 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

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