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26.09.2017

Die kuriosen Gepflogenheiten der britischen Royals

Wieso Monopoli-Spielen bei den Royals tabu ist und warum sie andere seltsame Traditionen pflegen.

Die kuriosen Gepflogenheiten der britischen Royals

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Am Hof von Queen Elizabeth II. gelten viele alte Traditionen, darunter auch so manch seltsame Gepflogenheit.

Um eine Lebensmittelvergiftung zu vermeiden, ist das Verspeisen von Meeresfrüchten den Mitgliedern des britischen Königshauses bei Auslandsreisen nicht gestattet. Auch rohes Steak, Leitungswasser und zu scharfe Speisen dürfen bei den Royals nicht auf den Teller kommen.

Im Falle eines Todes in der Familie muss auf Reisen jedes Familienmitglied ein schwarzes Outfit in seinem Koffer haben. Diese Regel wurde nach dem Tod von Georg VI. eingeführt.

Als dieser 1952 starb, waren seine Tochter Elizabeth II. & Prinz Philip gerade in Kenia. Da die Königin kein passendes Gewand dabei hatte, musste sie – England angekommen – so lange im Flugzeug warten, bis man ihr schwarze Kleidung brachte.

Dieses Brettspiel ist den Royals offenbar zu politisch: Als Prinz Andrew, der Duke of York, bei einem öffentlichen Auftritt im Jahr 2008 ein Monopoly-Spiel überreicht bekam, machte er eine kuriose Enthüllung: "Es ist uns nicht gestattet, Monopoly zu spielen. Das ist zu lasterhaft."

Bei öffentlichen Auftritten schütteln Kate & Co. unzählige Hände, Nicht-Blaublütern ist es aber eigentlich nicht gestattet, Mitglieder des Königshauses ungefragt zu berühren. Auch wenn sich Promis wie US-Basketball-Star LeBron James (Bild) nicht immer an diese Regel halten.

Auch Autogramme dürfen William & Co. keine geben, da man fürchtet, jemand könnte ihre Unterschrift fälschen und damit Schaden anrichten.

Wählen gehen dürfen die Königin und ihr Clan ebenfalls nicht – ihre Stimmen könnten nämlich Wähler beeinflussen.

Wieso William nie einen Langstreckenflug mit seinem Vater unternehmen würde? Traditionsgemäß ist es direkten Thronfolgern nicht gesattet gemeinsam lange Reisen anzutreten, da diese immer mit einem Risiko verbunden sind.

William und Kate brachen mit dieser Tradition, als sie ihren Sohn George 2014 nach Australien und Neuseeland mitnahmen. Bei früheren Generationen war es zudem üblich, dass man seine Kinder bei Auslandsreisen zu Hause bei der Nanny lässt.

Die Kleidung der Royals soll modern und elegant sein, darf jedoch keine politischen oder gesellschaftlichen Botschaften aussenden. Eine blaue Schleife am Revers als Protest gegen das Einreiseverbot in die USA wie bei den diesjährigen Oscars zu tragen, wäre demnach undenkbar.

Selbst für Prinz George gelten Kleidervorschriften. Er trägt sogar in der kalten Jahreszeit kurze Hosen. Der Grund: Es ist in England Tradition, dass Buben aus gut betuchten Kreisen bis zu ihrem 8. Lebensjahr nur Shorts tragen. Die Uniform aus Shorts, Kniestrümpfen und Pullover gilt außerdem als besonders britisch.

Queen Elizabeth II. hat als Oberhaupt des britischen Königshauses immer Vorrang und so muss auch ihr Mann Prinz Philip bei öffentlichen Terminen zwei Schritte hinter ihr hergehen.

Generell ist bei offiziellen Anlässen die Reihenfolge zu beachten. Dass Kate bei einem Gala-Dinner zuerst den Saal betritt, kommt nicht in Frage. Als Erste betritt immer die Queen den Raum, gefolgt von ihrem Mann. Dann erst treten Prinz Charles und Camilla ein, gefolgt von William und Kate usw.

Wer die Ehre hat, mit Elizabeth II. zu Abend zu essen, sollte übrigens besser ein schneller Esser sein. Denn sobald die Monarchin ihre Mahlzeit beendet hat, gilt es als unhöflich weiterzuessen.

So locker sich Kate, William und Harry auch geben: Sie mit ihren Spitznamen anzusprechen, ist tabu. Mitglieder des britischen Königshauses werden stets mit ihrem Titel, "Ma'am" oder "Sir" und im Falle der Queen mit "Your Majesty" angeredet.

Die britischen Royals sind nicht nur sehr traditionsbewusst, sondern auch ziemlich abergläubisch: So müssen im Tower of London mindestens sechs Raben gehalten werden. Diese Tradition geht auf eine alte Legende zurück, die besagt: "Wenn die Raben den Turm verlassen, wird London fallen."